Übernommen von Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek:
Buenos Aires – Bei der Tango-Weltmeisterschaft in Buenos Aires hat ein argentinisch-griechisches Paar den traditionellen Tanzsaal-Wettbewerb gewonnen. Die aus Griechenland stammende Naima Gerasopoulou und ihr Tanzpartner Lucas Gauto aus dem argentinischen Córdoba setzten sich im vollbesetzten Teatro Gran Rex durch.
Platz zwei ging an Rodrigo Nicolás Palacios und Indira Hiayes aus Argentinien, Platz drei an die Südkoreaner London und Sol.
In der choreographisch geprägten Disziplin Bühnentango tanzten die Argentinier Nair Schinca and Nicolas Schell zum Sieg. Die beiden überzeugten die Juroren mit ihrer ausdrucksstarken Darbietung des Stückes »Emancipación« von Tango Bardo. Den zweiten Platz belegten die Argentinier Diego Ortega und Aldana Silveyra, die im Vorjahr in der Tanzsaal-Kategorie gewonnen hatten. Dritte wurden Facundo Cabral und Mara Navarro aus Salta im Nordwesten Argentiniens.
Der Bühnentango mit seinen glamourösen Kostümen und spektakulären Hebefiguren stellt den fulminanten Abschluß der Tango-WM dar. Bei seiner 24. Ausgabe verzeichnete der Wettbewerb mehr als 800 Paare aus 47 Ländern. Die Vorrunden fanden zwischen Februar und Juli in weltweit 26 Städten statt, während die Schlußrunden in der argentinischen Hauptstadt ausgetragen wurden. 60 Paare erreichten die beiden Finalrunden.
»Das Festival zeigt, daß der Tango eine lebendige Kultur ist, die in ständigem Dialog mit ihrer Geschichte steht«, erklärte die Kulturministerin der Stadt Buenos Aires, Gabriela Ricardes.
Der Tango entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts an den Ufern des Río de la Plata. Seine »Goldenen Ära« erlebte er in der Zeit von 1940 bis 1955. Seit der Jahrtausendwende erfreut sich der melancholische Tanz neuer Beliebtheit.
Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

