Übernommen von Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek:
Es ist ein heißer Sommer gewesen – und nicht nur die Menschen haben unter der Affenhitze gelitten. Der Klimawandel mit all seinen Exzessen ist nicht mehr aufzuhalten. In diesem Kontext hat das Umweltministerium entschieden, dass die Bürger künftig besser informiert und so resilienter gegenüber den Folgeschäden werden müssen.
Minister Serge Wilmes (CSV) hat eine saisonal angepasste Kommunikation für die Einwohner ins Leben gerufen. Die erste Pressekonferenz am 8. Oktober trug das Motto »Waasser – Prett fir den Hierscht«. Bereit sein für den Herbst bedeutet konkret: Nach den aufreibenden Hitzewellen muss sich die Bevölkerung nun auch noch mit Überschwemmungen auseinandersetzen.
Luxemburg hat 2026 seine längste Trockenperiode seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Die Böden sind inzwischen derart ausgetrocknet, dass sie den Niederschlag von Starkgewittern nicht mehr aufnehmen können und so zu örtlichen Überschwemmungen beitragen. Allerdings – gemessen am zu erwartenden Starkregen – wären auch »normale Verhältnisse« für unsere Bäche und Flüsse eine Überforderung. Die Grundwasserreserven befinden sich aktuell im roten Bereich, weshalb das Verbot der Wasserentnahme aus eben diesen Gewässern – mit Ausnahme der Mosel –aufrechterhalten wird.
Nach der Sonne kommt der Regen
Während sich eine Abteilung des Wasserwirtschaftsamts mit Renaturierungsplänen und -arbeiten beschäftigt — was einerseits die Wasserläufe »beruhigt« und dazu beitragen soll, dass es in den Hitzeperioden zu weniger Verdunstung kommt –, bereitet sich die Taskforce »Hochwasser« auf die klimatische Zukunft vor.
In diesem Sinne wurde die Internetseite inondations.lu neu gestaltet. Sie ist zugegebenermaßen sehr intuitiv und informationsreich; hier werden auch die Hochwasserwarnungen des nationalen Warnsystems LU-Alert übernommen. Betroffene können nahezu in Echtzeit, also im 15-Minuten-Takt die Pegelstände in ihrer Umgebung verfolgen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.
Erinnert wurde auch daran, dass das Umweltministerium Hausbesitzern Finanzhilfen zur Absicherung ihrer Immobilien anbietet – alle Infos dazu unter emwelt.lu. Wie man sich richtig auf eine mögliche Überschwemmung vorbereitet, wird dort ebenfalls sehr detailliert erklärt. Den Klimawandel habe der Mensch verursacht, und der Mensch müsse ihn jetzt richten, so Wilmes. Er hofft auf einen starken Einsatz von Städten, Gemeinden und Bürgern.
Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

