Übernommen von Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek:
Mit einer Gedenkfeier vor dem Monument auf dem Friedhof in Esch-Lallingen, das errichtet wurde, um an die 52 Sowjetbürger zu erinnern, die auf Escher Boden an den Folgen unmenschlicher Behandlung durch die Nazis umkamen, erinnerte die Kommunistische Partei Luxemburgs am 81. Jahrestag der Befreiung Europas vom Faschismus an den Sieg der Alliierten über Hitlerdeutschland und würdigte die Rolle der Sowjetunion bei der Niederschlagung der faschistischen Bestie.
Die Sowjetunion trug die Hauptlast im Kampf gegen den Faschismus
»Wenn wir uns heute an diesem Denkmal versammeln, dann tun wir das, um am 81. Jahrestag des Siegs über den Faschismus daran zu erinnern, dass die Sowjetunion die Hauptlast im Krieg trug, und die Völker der Sowjetunion, die Rote Armee und die Kommunistische Partei der Sowjetunion große Opfer brachten, um die europäischen und asiatischen Völker vom Faschismus zu befreien. Das führte auch dazu, dass unser Land und unser Volk ihre Freiheit und Unabhängigkeit wieder gewannen, auch wenn Luxemburg selbst von US-Soldaten befreit wurde, denen wir ewig dankbar bleiben, dass sie die faschistischen Besatzer verjagten.« Das stellte KPL-Präsident Ali Ruckert eingangs seiner Ansprache fest.
Er erneuerte den Respekt der Kommunisten gegenüber allen Nationen der damaligen Antihitlerkoalition, den alliierten Armeen, Partisanenformationen und Resistenzorganisationen, die ihren Teil zum Sieg über den Faschismus beitrugen.
»Im kapitalistischen Europa haben heute allerdings viele politische Kräfte kein Interesse daran, die Rolle der Sowjetunion beim Sieg über den Faschismus so in Erinnerung zu halten, wie es den historischen Tatsachen entspricht, und sie unternehmen alles, um die historische Wahrheit unter den Teppich zu kehren oder zu verdrehen«, so der KPL-Präsident.
»Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!«
»So wie damals wirtschaftliche Kräfte Hitler an die Macht brachten, gibt es heute starke wirtschaftliche Kräfte mit großer politischer Macht, die die kapitalistische Krise dafür nutzen, demokratische und soziale Rechte einzuschränken und militärisch aufzurüsten, um neue Kriege vorzubereiten und zu führen.«
Die Erkenntnis des bekannten deutschen Schriftstelles und Kommunisten Bertold Brecht, der im Zusammenhang mit dem Faschismus schrieb, »der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!« bleibe auch 81 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus immer noch gültig. In diesem Zusammenhang warnte der KPL-Präsident auch vor dem Erstarken rechtsextremer und faschistischer Parteien.
Wiederbelebung der Bedrohungslüge
Die internationale Lage sei heute so gefährlich wie schon lange nicht mehr, so Ali Ruckert: »Das wurde gezielt herbeigeführt, indem die NATO bis an die russischen Grenzen heranrückte und damit begann, die Ukraine als Rammbock gegen Russland zu benutzen, um sich geopolische Vorteile zu verschaffen, um Rußland langfristig zu schwächen und ihm “eine strategische Niederlage” beizubringen.«
Dazu beitragen soll auch – wie in Zeiten des Kalten Krieges – die Wiederbelebung der Bedrohungslüge, die in der falschen Behauptung gipfelt, Russland wolle »uns« überfallen, womit die Rekordaufrüstung der NATO- und EU-Länder rechtfertigt weden soll. Genau das tut auch die Luxemburger Regierung, die trotz hoher Arbeitslosigekit, Wohnungsnot und wachsender Armut allein in diesem Jahr mehr als eine Milliarde für die Rüstung verpulvert, weitere Millionen für Waffen für das Regimne in Kiew ausgibt und die Wirtschaft militarisieren will.
»Ich kann nur wiederholen, was wir Kommunisten immer wieder in der Vergangenheit gesagt haben«, so der KPL-Präsident abschließend: »Die erste Aufgabe aller Menschen, die sich für eine friedliche und fortschrittliche Welt einsetzen, die erste Aufgabe von uns Kommunisten muss es sein und ist es, für den Frieden einzutreten und gegen alle Kräfte anzukämpfen, die die Völker unterdrücken und die Welt in Brand setzen wollen. Unser Einsatz richtet sich gegen Militarismus, Faschismus, Aufrüstung Kriegshetze und Krieg, unser Engagement dient der Abrüstung, dem Verbot und der Abschaffung aller Atomwaffen, dem Frieden und der Völkerfreundschaft.«
Die Gedenkfeier, die Jahr für Jahr von den Luxemburger Kommunisten veranstaltet wird, hatte sich in diesem Jahr die Botschaft der Russischen Föderation angeschlossen, und viele junge russische Männer und Frauen, die in Luxemburg leben, waren gekommen, um Blumen am Denkmal niederzulegen. Der Botschafter der Russischen Föderation, Dmitri Lobanow, bedankte sich bei der KPL für die würdige Gedenkfeier.
ZLV
Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

