Übernommen von Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek:
Völklingen – Es ist eine junge Kunstform, die im alten Eisenwerk Völklinger Hütte im Saarland einzieht: 55 Künstler aus 17 Ländern und drei Kontinenten zeigen auf der Urban Art Biennale Werke, die sie zum Großteil eigens für die Kulisse des heutigen Weltkulturerbes entworfen haben.
Die Künstler haben sich von dem Ort inspirieren lassen und mit ihrer Kunst auf die Geschichte der Hütte reagiert, sagte Biennale-Kurator Frank Krämer vor dem Start der Reihe am Sonntag.
Bunt, vielfältig und überraschend geht es zu. Der raue Charme der alten Möllerhalle oder der Sinteranlage trifft auf filigrane Stoffe und raumgreifende Installationen – mit Häkeldeckchen, gespannten Linien, Mosaikmalerei oder mit zerbrochenem Spiegelglas besetzter Kleidung.
Am größten ist die Arbeit des spanischen Künstlers Ampparito auf dem Dach der Möllerhalle: Mit weißer Acrylfabe hat er in riesigen Buchstaben »No hay nada de valor« (Es gibt nichts Wertvolles) geschrieben. Die Urban Art Biennale gilt alle zwei Jahre als eine der größten Werkschauen dieser Kunstform, die sich aus Street-Art und Graffiti entwickelt hat. Sie geht bis zum 15. November.
Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

