Übernommen von Netzwerk Friedenskooperative:
Aktionsaufruf zu den Gedenktagen am 6. und 9. August
Der 6. und 9. August 2026 markieren ein trauriges Jubiläum: Vor 81 Jahren wurden die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki durch US-Atombomben in Schutt und Asche gelegt. Hunderttausende Menschen starben entweder sofort oder qualvoll an den Spätfolgen der radioaktiven Strahlung.
Heute gibt es immer weniger Überlebende der Atombombenabwürfe (Hibakusha genannt), die aus eigener Erfahrung von den unvorstellbaren körperlichen und seelischen Leiden berichten können. Ihre Berichte sind erschütternd – und zugleich ein unermesslich wertvolles Zeugnis gegen das Vergessen. Es liegt nun an uns, ihre Geschichten weiterzutragen, ihr Vermächtnis zu bewahren und die Erinnerung an die atomare Katastrophe lebendig zu halten.
Für uns gilt auch heute: Was damals geschah, darf sich niemals wiederholen. Denn Atomwaffen sind keine Bedrohung von gestern – sie gefährden die Menschheit auch heute in dramatischer Weise.
Warum wir genau jetzt aktiv werden müssen:
- Der Wahnsinn der nuklearen Aufrüstung: Statt aus der Geschichte zu lernen, erleben wir eine beispiellose nukleare Aufrüstung. Die Atommächte modernisieren ihre Arsenale im Eiltempo. Die Gefahr eines atomaren Konflikts – ob durch Absicht, Missverständnisse oder technisches Versagen – ist so hoch wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Die Wissenschaftler*innen des renommierten Bulletin of the Atomic Scientists warnten zu Jahresanfang: It is now 85 seconds to midnight!
- Milliarden für die Zerstörung statt für das Leben: Während weltweit das Geld für Gesundheit, Bildung und Klimaschutz fehlt, fließen astronomische Summen in die Vernichtung. Die globalen Ausgaben für nukleare Aufrüstung liegen aktuell bei unfassbaren 3.768 US-Dollar pro Sekunde. Das ist kein Geld für vermeintliche Sicherheit – das ist eine Fehlinvestition in den Weltuntergang.
Werdet aktiv und bringt den Protest auf die Straße:
Lasst uns den Opfern der Atombombenabwürfe gedenken und gleichzeitig ein unüberhörbares Zeichen gegen das atomare Wettrüsten setzen. Jede Aktion zählt, egal ob groß oder klein:
- Fordert von der Politik den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) und das Ende der nuklearen Teilhabe in Deutschland.
- Organisiert dazu Mahnwachen, Demos und Kundgebungen auf euren Marktplätzen.
- Veranstaltet Lesungen, Filmvorführungen oder Diskussionsrunden, um über die aktuelle nukleare Bedrohung aufzuklären.
- Faltet Papierkraniche (das Symbol des Friedens und des Gedenkens an Hiroshima) bei Infoständen in euren Fußgängerzonen -weitere Infos dazu hier: sadakos-kraniche.de.
No more Hiroshimas, no more Nagasakis!
Erinnern heißt Handeln. Wenn die Zeitzeug*innen verstummen, müssen unsere Stimmen umso lauter werden.
Informiert uns über eure Aktionen und vernetzt euch! Gemeinsam machen wir den August zu einem Monat des Friedens und des Widerstands gegen die wachsende nukleare Bedrohung.
Bitte teil uns eure Termine per Mail an info [at] friedenskooperative [dot] de mit.
Für eine Welt ohne Atomwaffen!
Quelle: Netzwerk Friedenskooperative

