Übernommen von Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek:
»40 Billionen Dollar Schulden«, berichtete die »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« am Freitag auf Seite 1 über den schleichenden Staatsbankrott der USA, des mächtigsten Landes der Welt. Ebenso finden sich Berichte und Meldungen über einen Streik der Gepäckabfertiger am Flughafen von Tel Aviv, der vor allem wegen der Aktivitäten von Tankflugzeugen der USA völlig überlastet ist, von Militärfliegern, die den andauernden Krieg der USA und Israels gegen den Iran mit Sprit versorgen; über die wegen des Krieges erneut steigenden Ölpreise, über den Präsidenten des mit 40.000 Milliarden Dollar verschuldeten Landes, der dem Iran den »Wirtschaftskrieg« erklärt hat, über Korruption und Proteste in der Ukraine, über eine »Liste der Schande«, mit der im heutigen Lettland Unternehmen an den Pranger gestellt werden, die Beziehungen mit Partnern in Rußland und Belorußland unterhalten…
Nichts davon erfuhren die Zuschauer in der abendlichen »Tagesschau« im deutschen Staatssender ARD. Das hiesige »Luxemburger Wort« erwähnt zwar in einer Kurzmeldung die Schulden der USA, ergeht sich aber gleichzeitig in einem ganzseitigen Artikel über einen angeblich bevorstehenden »Wirtschaftskollaps« in Rußland. Zur Ablenkung gibt es noch einen kurzweiligen, jedoch inhaltslosen Artikel über »die Frau, die kaum von Trumps Seite weicht«. Das »Tageblatt« übertrifft diese Sinnlosigkeit noch mit einer ganzseitigen Reportage über den Wahlkampf der rechtsnationalistischen »Alternative für Deutschland« in Mecklenburg-Vorpommern.
Ist das schon Teil des von der Führung der EU deklarierten »Kampfes gegen Desinformation«? Wird »Desinformation« dadurch bekämpft, indem Meldungen der Deutschen Presse-Agentur, auf denen die oben genannten Meldungen unserer Zeitung beruhen, schlichtweg verschwiegen werden?
Statt zu berichten, was tatsächlich passiert, häufen sich Berichte darüber, wie Rußland angeblich unsere regelbasierte Ordnung zu unterminieren versucht und unsere ach so freie Welt mit Drohnen bedroht. Aus einem bis heute nicht belegten angeblichen Fund einer Drohne, die sogar mit Sprengstoff bestückt gewesen sein soll, ist in den die Meinungsbildung beherrschenden Medien ein »Angriff« auf den Leipziger Flughafen geworden. Drohnenflüge über baltischen Staaten, über Rumänien oder Moldawien werden grundsätzlich erst einmal Rußland in die Schuhe geschoben. Falls es sich dann, wie jüngst im Fall Lettlands, herausstellt, daß die abgeschossene Drohne tatsächlich eine ukrainische war, die sich wohl bei einem Angriffsflug gegen Rußland verirrt hatte, ist das maximal noch eine Meldung am Rande wert.
Ist es also auch Teil des von der Führung der EU deklarierten »Kampfes gegen Desinformation«, wenn offensichtliche Falschmeldungen so lange wiederholt werden, bis sie für Tatsachen gehalten werden?
Um es eindeutig und unmißverständlich zu erklären: Die »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« veröffentlicht auf ihren Nachrichtenseiten Meldungen, die von der Deutschen Presse-Agentur für ihre Abonnenten zur Verfügung gestellt werden. Sie werden ausgewählt und redaktionell bearbeitet. Dies dient ausschließlich dem Zweck, unseren Lesern ein Bild dessen zu bieten, was in aller Welt passiert. Die Redaktion positioniert sich in den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten nicht für die eine oder die andere Seite, sondern bezieht in erster Linie Stellung dafür, daß diese Kriege nicht mit militärischen Mitteln gewonnen werden können und daher schnellstens durch konstruktive Gespräche beendet werden müssen.
Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

