Chemie-Tarifrunde: BCE fordert fünf Prozent mehr

Die IG BCE fordert für die rund 550.000 Beschäftigten in der chemischen Industrie eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent. Außerdem soll der Tarifvertrag »Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg« weiter entwickelt werden. Das hat die große Tarifkommission der Gewerkschaft am Mittwoch einstimmig beschlossen.

Die Tarifverhandlungen beginnen regional, der Auftakt läuft am 30. Mai in Hessen. Auf Bundesebene kommen IG BCE und Chemie-Arbeitgeber am 14. Juni in Hannover zusammen.

Die deutsche chemische Industrie steht in der Weltspitze, ist voll wettbewerbsfähig. Die Dividenden und die Quartalsberichte zeigen zugleich, wie gut es um die Rahmenbedingungen bestellt ist: Die Unternehmen profitieren von niedrigen Energie-preisen, einem vergleichsweise schwachen Euro und günstigen Krediten.

Zum Erfolg der chemischen Industrie haben die Beschäftigten maßgeblich beigetragen. Peter Hausmann, Verhandlungsführer der IG BCE: »Unsere Kolleginnen und Kollegen schaffen Wachstum und Wohlstand für unser Land. Das muss sich auch in den Portemonnaies bemerkbar machen. Fünf Prozent mehr Entgelt – das ist auch eine Frage von mehr Gerechtigkeit. Deshalb haben wir die Chemie-Runde 2016 unter das Motto ‚Unsere Arbeit ist MehrWert‘ gestellt.«

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