Kämpferischer Auftakt

Die Metall-Tarifrunde nimmt Fahrt auf. Am 11. Februar fanden zwei kämpferische Aktionen in Stuttgart statt – eine vor dem Mercedes-Benz-Werk Untertürkheim mit etwa 250 Vertrauensleuten und eine in Feuerbach mit rund 500 bis 600 Beschäftigten aus mehreren Metallbetrieben. Bei beiden Aktionen wurden die Angriffe der jeweiligen Konzernvorstände auf Arbeitsplätze und betriebliche Standards gut verbunden mit den tariflichen Forderungen der zurzeit laufenden Tarifrunde. Die Aussagen von Südwestmetallchef und Daimler-Personalvorstand Winfried Porth wurde in vielen Reden heftig angegriffen, insbesondere seine Forderung nach Lohnverzicht, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht sei, sowie seine Angriffe…

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Schlichtungsergebnis für das Wach- und Sicherheitsgewerbe erzielt: 5,2 Prozent Lohnerhöhung bei 24 Monaten Laufzeit

Die Schlichtungsstelle des Landes NRW hat in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (11. Februar) eine Empfehlung für den Tarifkonflikt im Wach- und Sicherheitsgewerbe zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem BDSW ausgesprochen. Darin ist festgehalten, dass der Tarifvertrag für die rund 52.000 Beschäftigten rückwirkend zum 1. Januar 2021 in Kraft tritt, bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Vereinbart wurden außerdem zwei Stufenerhöhungen von 1,95 Prozent zum 1. März 2021 und von 3,3 Prozent zum 1. Januar 2022. Auch für die Auszubildenden ist jeweils zu beiden Zeitpunkten eine deutliche Lohnerhöhung…

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Erste Tarifverhandlungsrunde in der Papierverarbeitung ergebnislos

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die rund 100.000 Beschäftigten der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (PPKV) ist am Mittwoch (27.1.) in Berlin ohne Ergebnis geblieben. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,8 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. „Das Lob der Arbeitgebervertreter für den großen Einsatz der Beschäftigten, die die Unternehmen bisher gut durch die Krise manövriert hätten, schlägt sich in dem ersten Angebot leider überhaupt nicht nieder“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Andreas Fröhlich.

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IG Metall setzt auf Beschäftigungssicherung

Auf seiner heutigen Sitzung hat der Vorstand der IG Metall seine Forderungsempfehlung für die bevorstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie mit mehr als 3,8 Millionen Beschäftigten beschlossen. Der Vorstand empfiehlt den regionalen Tarifkommissionen der IG Metall, ein Zukunftspaket zu fordern. Im Kern soll es darum gehen, einen tariflichen Rahmen für optionale Modelle der Arbeitszeitabsenkung wie die 4-Tage-Woche mit Teillohnausgleich und Zukunftstarifverträge zu schaffen. Damit sollen tariflich Mindeststandards für alle Betriebe festgelegt werden, die solche Optionen nutzen.

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IG Metall knickt ein

Mit einem Pilotabschluss für den Tarifbezirk Nordrhein-Westfalen hat die IG Metall klein beigegeben und verzichtet darauf, die in den vergangenen Tagen mit massiven Warnstreiks demonstrierte Kampfbereitschaft der Belegschaften in die Tat umzusetzen. Statt dessen redet man sich das magere Ergebnis schön, das in den frühen Morgenstunden des heutigen Freitag mit den Unternehmern ausgehandelt wurde. Wie die Industriegewerkschaft auf ihrer Homepage mitteilt, sieht das Ergebnis eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro vor. Ab 1. Juli steigen die Entgelte um 2,8 Prozent. Im kommenden Jahr gibt es keine weiteren Tarifverhandlungen –…

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ver.di weitet Warnstreiks aus

Die zweite Tarifverhandlungsrunde für die 2,14 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen in Potsdam ist am Dienstagnachmittag zu Ende gegangen. Das dort vorgelegte Angebot der Unternehmer nannte der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Bsirske, »dreist und provokativ«. Es bedeute jahresbezogen für 2016 ganze 0,6 Prozent und für das nächste Jahr nur 1,2 Prozent.

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Beamtenbund kündigt Warnstreiks an – und knickt schon ein

In den laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von Bund und Kommunen stehen Warnstreiks unmittelbar bevor. In einem Interview mit der »Neuen Osnabrücker Zeitung« kündigte der Vorsitzende des Beamtenbundes dbb, Klaus Dauderstädt, Aktionen noch vor der zweiten Verhandlungsrunde am 11. April an. »Zwischen der zweiten und dritten Runde am 28. April könnten sich die Warnstreiks noch verschärfen, wenn die Arbeitgeber sich absolut nicht bewegen«, sagte Dauderstädt. Aktionen seien vor allem im kommunalen Bereich möglich, etwa bei Zulassungsstellen, Kitas, Ordnungsämtern sowie Verkehrsbetrieben wie Straßenbahnen und Bussen. Ort und Zeit stünden noch nicht…

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Erste Tarifverhandlung für öffentlichen Dienst ohne Ergebnis

Die erste Tarifverhandlungsrunde für die 2,14 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen in Potsdam ist am Montag ohne Ergebnis zu Ende gegangen. »Wir haben uns ausgetauscht, aber nicht angenähert«, sagte der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Verhandlungsführer Frank Bsirske. Die »Arbeitgeber« würden an einem Eingriff in das Leistungsrecht der betrieblichen Altersversorgung festhalten. »Das ist aus gewerkschaftlicher Sicht ein No-Go«, erklärte Bsirske. Die geplante Absenkung des Rentenniveaus ließe schon jetzt für viele kein auskömmliches Leben im Alter erwarten. Man werde die Mitglieder umgehend über den Stand…

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