Venezuelas Regierung dementiert Abwurf von Tränengas aus Hubschrauber

Woher kam das Tränengas? Screenshot: @MIJPVenezuela / TwitterVenezuelas Innenministerium hat Berichte dementiert, wonach am Montag von einem Hubschrauber der Bolivarischen Nationalpolizei aus Tränengasgranaten auf eine Kundgebung von Regierungsgegnern abgeworfen worden sei. Es handele sich um einen weiteren Fall von »Desinformation und Destabilisierung«, deren Ziel es sei, mit gefälschten Beweisen die Bedingungen für einen Staatsstreich zu schaffen und im Ausland Unterstützung für eine militärische Intervention zu gewinnen.

Auf einem im Internet kursierenden Video ist zunächst ein Hubschrauber zu sehen, der in großer Höhe eine Versammlung von Oppositionellen überfliegt. Kurz darauf sieht man den Einschlag einer Tränengasgranate, die offenbar von oben in die Menge abgeschossen wurde. Diese könne jedoch nicht aus dem Helikopter stammen, so das Ministerium, denn »aufgrund der offensichtlichen Entfernung, Geschwindigkeit und Flugrichtung des Hubschraubers« hätte ein von diesem aus abgeworfener Sprengkörper an anderer Stelle einschlagen müssen. »Grundlegende Physik«, kommentiert das Ministerium diese Erläuterung.

Die Besatzung des Polizeihubschraubers habe lediglich den Auftrag gehabt, die Versammlung der Regierungsgegner zu überwachen, um die Positionierung der Sicherheitskräfte am Boden zu koordinieren. Darüber, woher die Tränengasgranate dann stammte, schweigt sich die Behörde aus.

Der mutmaßliche Abwurf von Tränengas aus einem Hubschrauber war zuvor unter anderem von Venezuelas Ombudsmann (Defensor del Pueblo) Tarek William Saab verurteilt worden, weil ein solcher das Leben der Menschen auf der Straße in Gefahr bringe.

Quelle: Globovisión / RedGlobe

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