Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen.

In den letzten Stunden sind weitere Gesundheitsfachkräfte aus Kuba, Mitglieder der Brigade Henry Reeve, in andere Länder gereist, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus zu bekämpfen. Es ist dies kein einfaches Verzeichnis von Brigaden oder die Zusammenstellung der bereits langen Geschichte der Solidarität. Es ist all das und noch etwas mehr: Männer und Frauen, die bereit sind, für die Gesundheit anderer Völker zu kämpfen, ohne dabei andere Ambitionen zu hegen, als eine Pflicht zu erfüllen.

Sie werden nach dem Leitspruch Kubas, „nicht das zu teilen, was wir übrig haben, sondern das, was wir haben“ Wohlfahrt und Hilfe anbieten, was zeigt, dass Kuba das Schicksal der Menschheit nicht gleichgültig lässt, ein Denken, das diesen Sonntag auf einer Pressekonferenz durch José Ángel Portal Miranda, dem kubanischen Gesundheitsminister, hervorgehoben wurde.

Der Leiter des Fachgebiets Gesundheit erinnerte an die Tradition der Solidarität, die das Internationale Kontingent medizinischer Spezialisten für Katastrophensituationen und schwere Epidemien „Henry Reeve“ gezeigt hat, das bereits mit 28 Brigaden in 22 Nationen gewesen ist und in dem fast 8.000 Fachkräfte den Auswirkungen von 16 Überschwemmungen vier Epidemien, acht Hurrikanen und der gleichen Anzahl von Erdbeben ausgesetzt waren. Diese Liste wäre unvollständig, würde man nicht die drei Brigaden hinzufügen, die in Westafrika das Ebola-Virus bekämpften.

Angesichts der Neugier derer, die doch so gern wenigstens einen Mangel bemerken würden, um den Altruismus unserer Medizin in Frage zu stellen, wiederholte der Minister, dass er nur auf der Grundlage von Bitten um Hilfe verschiedener Regierungen agiere, die die Fähigkeiten der kubanischen medizinischen Fachkräfte offenbar zu schätzen wüssten.

Es gehe darum, die Heilung von Menschen in anderen Breiten zu unterstützen, ohne den Dienst an der kubanischen Bevölkerung zu beeinträchtigen, erklärte er, nachdem er darauf hingewiesen hatte, dass das Land die nötigen Ressourcen und ausreichende Verfügbarkeit von Gesundheitspersonal habe. Portal Miranda berichtete, dass derzeit 14 Henry-Reeve-Brigaden aktiv seien, die aus 593 Fachleuten, darunter 179 Ärzte, 399 Krankenschwestern und -pfleger sowie 15 Technologen bestehen, um gegen Covid-19 anzutreten.

Quelle:

Granma Internacional