Türkische Logistikarbeiter schlagen Alarm: Kaum Schutz vor COVID-19

Arbeiter von „Netlog Logistics“, einem der größten Unternehmen der türkischen Logistikbranche, das über 15.000 Menschen beschäftigt, schlagen Alarm. In einem Brief an das Arbeitersolidaritätsnetzwerk PE schreiben sie: „Einige unserer Freunde wurden positiv auf COVID-19 getestet. Sie wurden krankgeschrieben. Die Unternehmensleitung teilte mit, dass Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums den Arbeitsplatz besuchen würden, um Tests durchzuführen, aber bisher ist noch niemand erschienen“.

Die Kollegen beklagen sich, dass im Lager keine COVID-19-Vorsichtsmaßnahmen getroffen würden: „Wir müssen den ganzen Tag mit der gleichen Maske arbeiten. Pro Tag wird nur eine Maske zur Verfügung gestellt. Die Masken haben nur eine Schicht, und das Unternehmen verteilt sie nur, um zu zeigen, dass Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Einige unserer Freunde arbeiten 12 Stunden mit nur einer Maske. Außerdem werden die Masken falsch verwendet, und die Vorsichtsmaßnahmen für eine Pandemie werden nicht ernst genommen, weil es an Schulungen zur Arbeitssicherheit fehlt. Außerdem benutzen wir alle noch immer dieselbe Cafeteria, in der soziale Distanzierung und Hygienevorschriften missachtet werden. Jeder bei der Arbeit steht unter Stress, aber niemand erhebt seine Stimme, um seinen Arbeitsplatz in einer so harten Zeit zu behalten.“

Quelle: SOL International

Quelle:

Zeitung der Arbeit

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