Am 16. April fand auf Initiative der deutschen Seite ein Telefongespräch des Außenministers Russlands, Sergej Lawrow,  mit dem Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, Heiko Maas, statt.

Es wurde die Situation in der Welt sowie in Russland und Deutschland im Kontext der Coronavirus-Pandemie besprochen. Die Minister zeigten sich einig, dass die ganze Weltgemeinschaft ihre Kräfte im Kampf gegen die Seuche bzw. ihre Verbreitung bündeln sollte, dass das Thema Coronavirus-Infektion keineswegs politisiert werden darf.

Es fand ein Meinungsaustausch über die Situation bei der Konfliktregelung in der Ukraine statt, wobei der Hauptakzent auf die Wichtigkeit der Aufforderung der Konfliktseiten zur vollständigen Erfüllung der Vereinbarungen gesetzt wurde, die im „Normandie-Format“ getroffen wurden. Zu diesem Zweck sollten auch die Mechanismen der Kontaktgruppe eingesetzt werden.

Sergej Lawrow verwies auf konkrete Beispiele des unkonstruktiven Verhaltens der Behörden in Kiew, das die allseitige Umsetzung des Minsker „Maßnahmenkomplexes“ behindert.

Die Minister einigten sich darauf, die Entwicklung der Situation bei der Vorbereitung einer Videokonferenz der Leiter der außenpolitischen Behörden des „Normandie-Quartetts“ zu berücksichtigen, deren Termin zusätzlich abgesprochen wird.

Es wurde auch eine Reihe von praktischen Fragen der bilateralen russisch-deutschen Zusammenarbeit angeschnitten.

Quelle:

Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland