Nachdem auch die zweite Verhandlungsrunde für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen ergebnislos geblieben ist, hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Warnstreiks angekündigt.

In Hamburg beginnt ver.di mit einer Auftaktkundgebung am 24. September.

Sieglinde Frieß, stellvertretende Landesbezirksleiterin ver.di HH:

„Wir halten die bisherigen Ansagen der Arbeitgeber schlichtweg für unverschämt. Wer mit langen Laufzeiten von mindestens 3 Jahren und niedrigen Einmalzahlungen droht, der zündelt an der Motivation unserer Kolleginnen und Kollegen. Die Beschäftigten in Kitas und Krankenhäusern, bei Stadtreinigung, Hamburg Port Authority und viele mehr haben gerade jetzt in Zeiten von Corona die Leistungen der Daseinsvorsorge sichergestellt. Der Applaus der letzten Monate muss sich jetzt in Geld und besseren Arbeitsbedingungen widerspiegeln. Besonders die Beschäftigten in den unteren Einkommensgruppen brauchen ein Ergebnis, das ihnen ihre Lebensbedingungen sichert.

Die Respektlosigkeit der Arbeitgeber provoziert eine scharfe Antwort. Wir werden ab dem 24.September mit Aktionen und Warnstreiks reagieren und den Druck bis zur nächsten Verhandlungsrunde erhöhen.“

Am Donnerstag, den 24.9. treffen sich die Beschäftigten zur Auftakt-Kundgebung um 7:30 Uhr auf dem Jungfernstieg.

Quelle:

ver.di Hamburg