Wir wurden auf das Gespräch des polnischen Botschafters in Deutschland Andrzej Przylebski mit dem RND aufmerksam. Der Botschafter ruft auf, das „Nord Stream 2“- Projekt zu stoppen, will Russland schwächen und erklärt sich sogar bereit, gegen Russland zu kämpfen.

Diese aggressive Rhetorik und die ausdrücklich feindselige Tonalität des Diplomaten sind enttäuschend und befremdlich. Es scheint, als hätten russische Lieder und Filme ihm nichts beigebracht.

Wir möchten in diesem Zusammenhang festhalten, dass Russland nicht vorhat, jemanden anzugreifen. Die Militärausgaben der Russischen Föderation werden in einem Ausmaß bestimmt, das für eine sichere Verteidigung des Landes notwendig und ausreichend ist. Übrigens sind die Militärausgaben der NATO 24 mal so hoch wie die Russlands. Und es ist nicht Russland, sondern die NATO-Mitglieder, die seine Angriffstruppen immer weiter nach Osten verlegen.

Was den Aufruf anbetrifft, Russland mit dem Baustopp von Nord Stream 2 zu schwächen, sei daran erinnert, dass die Liefermengen russischen Erdgases vor allem vom Bedarf der EU-Staaten abhängig sind. Deswegen wird die Torpedierung des Projekts nicht zur Senkung russischer Gasverkäufe führen, sondern die Energieströme über alternative Routen umleiten. Darin besteht offenbar Polens wahres Ziel.

Bei Nord Stream 2 handelt es sich um eine internationale wirtschaftliche Initiative, an der mehr als 100 europäische Unternehmen beteiligt sind. Dieses Projekt trägt zur Diversifizierung der Energieversorgung und Stärkung der Energiesicherheit der Europäischen Union bei. Es erhielt alle notwendigen Genehmigungen und wird in vollem Einklang mit europäischen Gesetzen umgesetzt. Russland tritt für einen fairen Wettbewerb und gegen eine Politisierung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen ein.

Quelle: Botschaft der Russischen Föderation in Berlin – Stellungnahme der Russischen Botschaft in Deutschland zu Aussagen des polnischen Botschafters in Deutschland Andrzej Przylebski für RND