Martí, ein unvergängliches Symbol, das für alles gerechte Denken steht, sagte, dass „die Familien wie die Wurzeln der Völker sind…“ Und er fand genügend Gründe, um sie als Stütze und Anker der Gesellschaften und ihrer Errungenschaften zu definieren.

Anlässlich ihres Internationalen Tages sprach der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident der Republik Miguel Díaz-Canel Bermúdez auf seinem Twitter Account davon „bei der Beseitigung jeder Ausdrucksform von Diskriminierung, Vorurteil und Gewalt im Bereich der Familie und der Gesellschaft voranzukommen“.

„Wo Liebe vorhanden ist, gibt es eine Familie“, sagte der Präsident und damit unterstrich er den Hauptgrund, auf dem sie sich, vor allem anderen, begründet.

Alle Familien haben sich durch die Einflüsse der Gegenwart und der wachsende Rollen der sozioökonomischen Abhängigkeiten in Lichtgeschwindigkeit verändert. Dieses schwindelerregende Tempo hat sich nicht mit der gleichen Dynamik im juristischen Bereich niedergeschlagen, um ihnen mehr Schutz zu bieten.

Mit der Magna Charta des Jahres 2019 hat Kuba den Schutz dieser sozialen Gruppe neu bemessen, indem es speziell für sie ein Kapitel aufgenommen hat und aus verfassungsrechtlicher Sicht, den Familien „gleich welcher Organisationsform, als wesentlicher Zelle der Gesellschaft“ , Anerkennung und Schutz gewährt.

Das Oberste Gesetz ist in einem pluralistischen und inklusiven Ton verfasst, der auf die umgebende Realität abgestimmt ist und der die Bevorzugung eines einzigen Familientyps ablehnt, um alle existierenden Modelle zu schützen, so viele Vorlieben und Neigungen die Personen darin auch haben mögen.

Die Verfassung hat daher einerseits die übrige Rechtsordnung aufgefordert, mit den obersten Richtlinien in Einklang zu stehen und zum anderen die Gesellschaft dazu gedrängt, wie es ein liebenswerter Professor gern ausdrückt, eine ökumenische und menschenrechtlichen Sichtweise was die Familien angeht, anzunehmen, unabhängig davon , aus wem sie sich zusammensetzen und wie sie dies tun.

Mit besagter Sichtweise soll kein Familienmodell gegenüber einem anderen aufgezwungen und auch keines gefördert werden, denn sie existieren bereits in unserer Umgebung, es können Nachbarn, Arbeitskollegen, oder eine oder andere Bekannte sein… Es geht darum, alle Rechte für alle Menschen geltend zu machen, ohne jene zu beeinträchtigen, die diese bereits immer genossen haben.

Die Verfassung selbst, als juristischer Schirm, hat als Grenze bei der Ausübung der Rechte, die Rechte der anderen festgelegt. Wie kann unter diesen Bedingungen eine Familie davon beeinträchtigt werden, dass eine andere, egal welche, Rechtsschtutz bekommt und im Falle eines Konflikts auf juristische Instrumente zurückgreifen kann, um ihn zu lösen?

Niemand sollte so mächtig sein, um zu bestimmen und noch nicht einmal zu beurteilen, welcher Familientyp für jeden der richtige ist. Die Wahl ist oder sollte sehr individuell sein und auf Grundlage der Liebe, des Respekts und der Existenz eines gemeinsamen Lebensprojekts bestehen.

Für den englischen Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton „ist der Ort, an dem Kinder geboren werden und die Menschen sterben, wo Freiheit und Liebe blühen, kein Büro, kein Geschäft und auch keine Fabrik. Darin sehe ich die Bedeutung der Familie“. Und darin sollten wir sie alle sehen.

Quelle: Granma – Díaz-Canel: „Wo Liebe vorhanden ist, gibt es eine Familie“