Kuba forderte am Dienstag die Universalisierung des Vertrages über das Verbot von Atomwaffen, der eindeutig den unmenschlichen, unmoralischen und ethisch nicht zu rechtfertigenden Charakter dieser Waffen und ihre Illegalität festlegt.

Bruno Rodríguez Parrilla, Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Kubas und Außenminister der Republik Kuba, prangerte in seinem Beitrag auf der hochrangigen Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Internationalen Tag für die vollständige Abschaffung von Atomwaffen an, dass die COVID-19-Pandemie weiterhin eine Krise mit vielfältigen und verheerenden Auswirkungen hervorruft, während die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten eine aggressivere Nukleardoktrin verfolgen und ihre Arsenale modernisieren und erweitern.

„Die Milliarden, die für Waffen ausgegeben werden, sind eine Schande, wenn der Zugang zu Impfstoffen gegen COVID-19 so ungleich ist, wenn mehr als 800 Millionen Menschen auf der Welt an Hunger leiden und konservativen UNO-Schätzungen zufolge in diesem Jahr 130 Millionen Menschen in extreme Armut fallen werden“, betonte der Außenminister der Insel.

Rodríguez Parrilla wies darauf hin, dass es noch immer 13.080 Atomwaffen auf der Welt gebe, von denen 3.825 einsatzbereit und etwa 2.000 in Alarmbereitschaft seien. Darüber hinaus hätten die Vereinigten Staaten, das einzige Land, das Atombomben verbrecherisch eingesetzt habe, die größte Anzahl dieser zerstörerischen Apparate.

„Kuba hat zusammen mit der Bewegung der Blockfreien mit Festigkeit und systematisch das Verbot und die vollständige Abschaffung von Atomwaffen gefordert, was die höchste Priorität im Bereich der Abrüstung ist und bleiben muss. Gleichzeitig bekräftigen wir das Recht auf die Entwicklung und friedliche Nutzung der Kernenergie und ihrer Anwendungen“, sagte der Minister. Er fügte hinzu, dass Kuba stolz darauf sei, der fünfte Staat zu sein, der ratifiziert habe, Teil der ersten atomwaffenfreie Zone in einem dicht besiedelten Gebiet zu sein und zur ersten Region der Welt zu gehören, die sich zur Friedenszone erklärt hat.

Vor den Anwesenden erinnerte er an diesen Satz des Comandante en Jefe der kubanischen Revolution, Fidel Castro Ruz: „Der Lärm der Waffen, der Drohungen ausstoßenden Sprache und der Arroganz auf der internationalen Bühne muss aufhören. Schluss mit der Illusion, dass die Probleme der Welt mit Atomwaffen gelöst werden können!“

Laut Prensa Latina hat UN-Generalsekretär António Guterres vor der anhaltenden Bedrohung durch Atomwaffen gewarnt. Er forderte die Vereinten Nationen auf, sich den laufenden Bemühungen zur Beseitigung dieser Vorrichtungen anzuschließen. „Wir leben in einem instabilen internationalen Umfeld, was die Möglichkeit von Missverständnissen, Irrtümern der Einschätzung und Fehlfunktionen erhöht“, betonte er.

Guterres fügte hinzu, dass das nukleare Risiko tatsächlich ein Niveau wie seit fast vier Jahrzehnten nicht mehr erreicht habe. „Die Beseitigung des nuklearen Risikos ist gleichbedeutend mit der Abschaffung dieser Waffen, und wir müssen alle gemeinsam auf dieses Ziel hinarbeiten“, sagte er.

Dies sei genau das Kernstück der Abrüstungsagenda: die Beseitigung von Massenvernichtungswaffen, aber auch die Bekämpfung der Verbreitung konventioneller und neuer Technologien auf dem Schlachtfeld, sagte er auf der Sitzung zum Abschluss des hochrangigen Segments der 76. Sitzungsperiode der Generalversammlung.

Quelle: Granma – Kuba plädiert für eine Welt frei von Atomwaffen