Nach mehreren erfolgreichen Blockadeaktionen unter anderem von Fridays for Future, dem Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn, Extinction Rebellion sowie Ende Gelände gingen heute im Rahmen der Aktionstage von Gerechtigkeit Jetzt! über 1000 Menschen mit dem Bündnis „Solidarisch geht anders!“ auf die Straße. Mit sechs verschiedenen Themenblöcken von Mieten über No Borders und Gesundheit bis hin zu Klimagerechtigkeit macht das Bündnis auf ein Scheitern der Politik angesichts der aktuellen Krisen und die sich global verschärfenden sozialen Ungleichheit aufmerksam. „Solidarisch geht anders!“ ist ein Zusammenschluss von über 80 Organisationen und fordert umfassende Maßnahmen für eine gerechte und ökologische Wirtschaft und Gesellschaft.

„Wir sagen: Stopp zur Politik der Ungerechtigkeit und ökologischen Zerstörung. Stopp zu einem Wirtschaftssystem, das Profite über den Erhalt unserer Lebensgrundlagen stellt. Wir stehen für die Umverteilung großer Vermögen und Einkommen, ein solidarisches Gesundheitssystem mit globaler Patentfreigabe auf Impfstoffe wie Medikamente und einen wirksamen Mietenstopp, um nur ein paar Sofortmaßnahmen zu nennen“, so Ruth Krohn von Solidarisch geht anders.

Aus dem No Borders Demoblock ergänzt Jasmin Frey: „Es bedarf einer lückenlose Aufklärung von rassistischen Strukturen in Polizei und staatlichen Behörden, kommunale Aufnahmeprogramme für geflüchtete Menschen, sowie eine sichere Bleibeperspektive und Zugang zum Wahlrecht. Die konkreten Vorschläge für politische Veränderungen liegen auf dem Tisch!“

Im Anschluss an die Aktionen findet noch bis Mittwoch die „Konferenz der Visionen“ mit über 60 Veranstaltungen auf dem Klimacamp und an dezentralen Veranstaltungsorten in Berlin statt. Während der Konferenz kommen Wissenschaftler*innen und Zivilgesellschaft zusammen, um Konzepte für eine solidarische und ökologische Zukunft partizipativ zu entwickeln. Das gesamte Programm findet sich online. Gerechtigkeit Jetzt! endet dann am 29.10. mit dem globalen Aktionstag gegen fossile Finanzen.

Quelle: Ende Gelände – PRESSEMITTEILUNG VOM 24.10.2021