Lohndiebstahl ist real, und es gibt nur ein Mittel dagegen: verbünde dich mit deinen Kolleg:innen und organisiere dich gegen die Chef:innen, die glauben, dass sie den Menschen, die ihre Gewinne erwirtschaften, risikolos den Lohn stehlen können!

Vorgestern haben wir einen weiteren Prozess gegen Cycle Logistics vor dem Berliner Arbeitsgericht gewonnen. Der Richter hat unserem Mitglied in der Hauptsache, dass heißt bei den zu Unrecht geltend gemachten Minusstunden, Recht gegeben. Unser Mitglied bekommt seinen rechtmäßigen Lohn ausgezahlt. Die nicht gewährte Urlaubsabgeltung haben wir nicht durchsetzen können, aber alles in allem: zwei Schritte vor und einen zurück. Wie eine Metapher für das Organisieren am Arbeitsplatz.

Wenn du das Gefühl hast, dass du bei der Arbeit mit deinen Problemen allein gelassen wirst, wende dich an uns! Die Gewerkschaft ist dafür da, dich bei Verhandlungen zu unterstützen. Wir werden alles in unserer Macht stehende dafür tun, um das Problem zu lösen. Wir werden verhandeln, demonstrieren und an die Öffentlichkeit gehen. Als letztes Mittel werden wir auch vor Gericht ziehen.

Manchmal ist das notwendig, um den Unternehmen zu zeigen, dass sie das nächste Mal vorsichtig sein müssen, wenn sie es für eine gute Idee halten, Arbeiter:innen um ihren Lohn zu prellen. Wenn wir gewinnen, müssen die Unternehmen nicht nur die ausstehenden Löhne zahlen, sondern auch die Gerichtskosten. Die Missachtung grundlegender Arbeitsrechte darf für Unternehmen nicht ohne Risiko sein – nicht mit uns.

Eine letzte Sache noch: Trete in die Gewerkschaft ein, BEVOR sich die Situation verschlechtert. Das ist ein Akt der Solidarität mit uns als Organisation und anderen Arbeitnehmer:innen, die sich gegen Ausbeutung wehren. Die Betriebsgruppe bei Cycle Logistic hat dies getan, und du kannst das auch.

Quelle: Freie ArbeiterInnen Union – Wieder gegen Cycle Logistics gewonnen // Another win against Cycle Logistics!