Bürgerinnen und Bürger in Istanbul protestierten auch am 3. Dezember nach einem Aufruf der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP) gegen die Lebenshaltungskosten. Die Protestierenden riefen Parolen wie, „Kein Brot, keine Freiheit“, „Regierung tritt zurück“. Auch Anwohnerinnen und Anwohner unterstützten die Aktionen mit Applaus von Arbeitsplätzen und Gebäuden aus.

Es wird durch dir TKP festgehalten: „Ein Minister geht und ein Minister kommt. Während der Wechselkurs explodiert, sinken die Löhne. Während der Mindestlohn auf den Grundlohn zurückgekehrt ist, Millionen Arbeitslose nicht einmal ihre Grundbedürfnisse befriedigen können und die Lebenshaltungskosten uns den Rücken gebeugt haben, gibt die Regierung nach Belieben eine Gehaltserhöhung ab.“

Diejenigen, die dafür sorgen würden, dass Öl und Käse in verschlossenen Schränken nach Quote im Land verkauft werden, sagen auch, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter nicht mit Inflation unterdrückt würden. Sie würden falsche Angaben machen, wenn die Inflation der Bevölkerung bei 60 Prozent liegt. Sie senken angeblich den Zins. Wenn sie die Zinsen senken, steige die Schuldenlast der Arbeiter. „Unser ohnehin schon von Importen abhängiges Land verwandelt sich nach und nach in eine Hölle billiger Arbeitskräfte.“

Die TKP betont, dass die Arbeiterklasse immer weiter in Schulden versinkt und unter widrigen Bedingungen ausgebeutet werden, und sie dadurch, dass sie nicht einmal ihre Schulden decken können, sogar vermehrt in den Selbstmord getrieben werden. Währenddessen steigern die Bosse ihre Profite und ihre Unternehmen wachsen. Diese Bosse betrachten die Kritik an dieser Politik als Sicherheitsproblem. Dabei sei die größte Gefahr in der Türkei die Sicherheit und Gesundheit der Menschen.

Weiter heißt es: „Während die Oppositionsparteien, die auf ihren Social-Media-Accounts mit der Regierung flirten, mit Wahlen und Wahlurnen versuchen, die Bevölkerung abzulenken, denken Millionen Menschen darüber nach, wie sie ihre Rechnungen und Miete bezahlen sollen. Junge Menschen und Studierende, die bereits mit Zukunftslosigkeit und Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben, wollen in ungesunden Verhältnissen leben, während Studierende nach vier Wänden zum Hineinstecken suchen.“

Die TKP geht auch auf die besonders schwierige Lage der Frauen in der Türkei ein. „Obwohl jeden Tag Dutzende von Frauen ermordet werden, ziehen die Gerichte die Reaktion nicht zur Rechenschaft.“

Die TKP ruft weiterhin zu Protesten gegen die Regierung, gegen die Situation auf. „Wir warnen diejenigen, die sich auf die Desorganisation der Menschen verlassen, Arbeiter, Jugendliche, Arbeitslose, Frauen, Bürger, die immer verarmter werden, sind nicht allein. Wir sind nicht alleine!“ Sie will diejenigen zu Rechenschaft ziehen, die der Arbeiterklasse und den Volksschichten die Zukunft stehlen!

Quelle: TKP

Quelle: Zeitung der Arbeit – TKP ruft in der Türkei zu Protesten gegen Teuerung auf