Österreichs Handballer besiegen bei EM auch Ungarn

Übernommen von Zeitung der Arbeit:

Der überraschende Erfolgslauf des ÖHB-Teams bei der Handball-EM 2024 geht weiter: Zum Auftakt der Hauptrunde holten Aleš Pajovičs Schützlinge einen umjubelten Sieg und zwei Punkte gegen die zuvor makellosen Ungarn.

Köln. Österreichs Nationalmannschaft der Männer bleibt bei der Handballeuropameisterschaft in Deutschland das Überraschungsteam. Nach dem sensationellen Aufstieg in die Hauptrunde fügte man den im bisherigen Turnierverlauf mit drei Siegen makellosen Ungarn deren erste Niederlage zu. Und wieder war’s sauknapp bis zur letzten Sekunde: Zu Beginn zog Ungarn zwar mit vier Toren Vorsprung davon, danach blieb das Resultat jedoch immer im Bereich von plus/minus zwei, mit leichten Vorteilen für unseren östlichen Nachbarn. Nur 20 Sekunden vor Schluss ging Österreich wieder in Führung, der abschließende ungarische Direktwurf nach einem Foul ging drüber – der 30:29-Sieg der Mannschaft um Mykola Bilyk stand fest.

Mann des Spiels war Torhüter Constantin Möstl, der mit einigen brillanten, physikalisch schier unmöglichen Paraden v.a. in der zweiten Hälfte die Voraussetzungen für den Triumph schuf. Trotzdem ist es schwer, einzelne Spieler aus dem Kollektiv hervorzuheben: Egal ob „Oldie“ Robert Weber, der glänzend aufgelegte Lukas Hutecek, Lukas Herburger, Ungarn-Legionär Sebastian Frimmel oder Markus Mahr bei entscheidenden Kurzeinsätzen – sie alle sowie die aus Platzgründen nicht Genannten bilden ein Team, dem inzwischen alles zuzutrauen ist. Hinzu kommt mit Pajovič ein Cheftrainer mit klaren taktischen Vorstellungen, den richtigen Coachingentscheidungen und der nötigen Risikobereitschaft (sieben Mann im Angriff durch Empty Net).

Der Sieg gegen den ehemaligen Vizeweltmeister Ungarn und die beiden Punkte könnten sehr wertvoll sein, eine EM-Endplatzierung unter den Top-10 dürfte mehr oder minder sicher sein. Man liegt in der Tabelle mit nun insgesamt drei Punkten vorerst sogar auf Rang 2, einen Punkt hinter Gruppenfavorit Frankreich. Und dieser zweite Platz würde am Ende die Qualifikation für das Semifinale bedeuten. Tobias Wagner sprach im ORF-Interview aus, was vor ein paar Tagen noch undenkbar war: Am kommenden Samstagabend könnte das Spiel gegen Gastgeber Deutschland potenziell zur Vorentscheidung um die Semifinalteilnahme werden. Aber selbst ungeachtet dessen: Eine der erfolgreichsten rot-weiß-roten EM-Teilnahmen aller Zeiten ist es schon jetzt.

Quelle: ORF

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