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Internationaler Tag der Pflege: Krankenhäuser statt Kampfjets

 

Tobias Schweiger mit Intensivpflegerin Bettina Prochaska, 2024 Listenzweite der KPÖ

KPÖ fordert „Notarzt” für Pflegesystem

Heute ist der internationale Tag der Pflege. Die KPÖ fordert einen „Notarzt“ für das Pflegesystem: „Das Pflegesystem kollabiert. Ohne sofortige Behandlung wird es kritisch. Seit Jahren kämpfen die Beschäftigten dafür, ein erträgliches Arbeitsumfeld zu bekommen, in dem man es länger als ein paar Jahre aushält”, kritisiert Tobias Schweiger, KPÖ-Bundessprecher. Besonders die niedrigen Personalschlüssel und die fehlende Absicherung der Menschen in der Pflegeausbildung lassen die KPÖ Alarm schlagen. 

Wer mit Beschäftigten aus dem Berufsfeld zu tun hat, weiß: Für sie ist es kein Feiertag. Ob Krankenhaus oder Pflegeheime: Körperliche Überlastung, Unterbelegung der Stationen und Stöcke, hohe Abgangsraten aus dem Beruf prägen den Alltag der Pflegerinnen und Pfleger. Trotzdem drohen regelmäßig weitere Verschlechterungen, die nur durch breite Protestbewegungen verhindert wurden, wie jüngst in der Steiermark oder in Salzburg. 

„Gerade wird diskutiert, ob man 10 Milliarden Euro für neue Kampfjets am Budget vorbeischleusen kann. Warum sind diese 10 Milliarden nie da, wenn es darum geht, die Arbeitsbedingungen der Pflegerinnen und Pfleger zu verbessern und damit unser Gesundheitssystem zu verteidigen?” fragt Schweiger. Die KPÖ fordert deshalb umfangreiche Verbesserungen, um den Kollaps des Pflegesystems abzuwenden:

  • die Aufstockung des Personalschlüssels in Spitälern und Pflegeheimen.
  • die finanzielle Absicherung für Personen in Pflegeausbildung, äquivalent zur Ausbildung von Polizistinnen und Polizisten.
  • die spürbare Anhebung der Entlohnung für Pflegekräfte sowie Reduktion der Arbeitszeit mit dem Ziel einer 35-Stunden-Woche 

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Quelle: KPÖ

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