Übernommen von DGB Pressemitteilungen:
Zu aktuellen destatis-Zahlen, nach denen es in knapp jeder fünften (19,4 Prozent) Familie mit Kindern unter 18 Jahren nur ein Elternteil gibt, ein Statement von Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende:
„Angesichts dieser Zahlen wird einmal mehr deutlich, warum die Kürzung des Unterhaltsvorschusses ein absolut falsches Zeichen setzen würde: Alleinerziehende Familien sind seit vielen Jahren unverändert die am stärksten von Armut betroffene Familienform in Deutschland. Dabei arbeiten alleinerziehende Mütter – sie machen nach wie vor den Löwenanteil der Alleinerziehenden aus – häufiger in Vollzeit als Mütter mit Partner oder Partnerin. Es sind nicht zuletzt die säumigen Unterhaltspflichtigen, die die Lebensumstände vieler alleinerziehender Familien verschärfen. Belastet werden erneut: Frauen mit alleiniger Sorgeverantwortung und junge Menschen. Mehr als ein Fünftel der Alleinerziehenden hat Kinder im Alter von 16 und 17 Jahren. 373 000 Jugendliche wären von den geplanten Kürzungen des Unterhaltsvorschusses betroffen. Das ist ein fatales Signal an die jungen Menschen. Sie tragen die Folgen: Chancen und Teilhabe werden eingeschränkt, wenn Elternteile ihren Unterhaltsverpflichtungen nicht nachkommen – und nun können sie noch nicht einmal auf die Unterstützung durch den Staat vertrauen. Das ist ein Armutszeugnis für die Politik der Bundesregierung.“
Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund

