Übernommen von Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek:
Wie viele Milliarden die Friedensnobelpreisträgerin Europäische Union bisher dafür ausgegeben hat, Rußland eine »strategische Niederlage« zu bereiten, wird wohl nie endgültig bekannt werden. Muß wohl auch nicht, denn schließlich handelt es sich ja »nur« um Gelder, die vorwiegend aus den Steuern der Bürger der Mitgliedstaaten dieser segensreichen Union aufgebracht werden. Und es ist für einen »guten Zweck«, da sollte man nicht kleinlich sein, auch wenn für soziale Zwecke das Geld nun nicht mehr reicht.
Das Geld floß schon lange bevor ukrainische Truppen und Milizen im Jahr 2014 einen Angriffskrieg gegen die eigenen Landsleute in der Region Donbass im Osten der Ukraine vom Zaun brachen, weil die Leute dort nicht einverstanden waren mit der Herrschaft eines nach dem Maidan-Putsch mit Hilfe der EU und der USA eingesetzten Regimes, das ihnen grundlegende Rechte aberkannte, vor allem das Recht, sich in ihrer eigenen Sprache miteinander zu verständigen. Für den Maidan-Putsch hatten allein die USA mindestens 5 Milliarden US-Dollar springen lassen; was die EU und einige ihrer Mitgliedstaaten noch dazugelegt haben, ist nicht bekannt.
Die EU und die USA haben es sich auch einiges kosten lassen, die ukrainischen Truppen und die Milizen unter dem Kommando von Nationalisten und Faschisten, militärisch und propagandistisch aufzurüsten. Nach dem Eingreifen Rußlands in diesen Krieg sprudelten die Milliarden geradezu unaufhörlich. Laut offiziellen Angaben hat sich allein die EU diesen Krieg bisher mehr als 200 Milliarden Euro kosten lassen. Für dieses und das nächste Jahr sind weitere 90 Milliarden fest zugesagt. Hinzu kommen nun auch noch die von der NATO versprochenen 140 Milliarden.
Nicht in dieser Rechnung enthalten sind die Verluste, die den EU-Ländern entstanden sind durch die unverantwortliche Sanktionspolitik, vor allem durch das Abschneiden von russischen Energiequellen, symbolisiert durch die Sprengung der Pipeline »Nord Stream« in der Ostsee.
Nun heißt es wieder »Euros müssen rollen für den Sieg!«. Die EU und »Freunde der Ukraine« kamen am Montag nach Paris, um noch mehr Geld zu sammeln. Zusätzlich geht es laut Gastgeber Macron auch um gemeinsame Militärmanöver, die natürlich nicht zum Nulltarif zu haben sind. Das soll so lange dauern, bis Rußland militärisch besiegt ist – wie das geschehen soll, bleibt allerdings das Geheimnis der Sponsoren.
Das ganze Spiel ist auch deshalb so perfide, weil gleichzeitig in der EU ganz zaghaft darüber verhandelt wird, ob man sich endlich dazu durchringen kann, dem Aggressorstaat Israel durch das Verhängen einiger kleiner und deshalb schmerzarmer Sanktionen einen Klaps auf die gierigen Finger zu geben. Das wird nicht allzuviel Erfolg haben, denn vor allem der treue Israel-Verbündete Deutschland, der ungeachtet der zahllosen israelischen Kriegsverbrechen in Gaza und im Libanon stolz und fest wie eine deutsche Eiche zu Israel steht, wird alles unternehmen, um eine spürbare Bestrafung zu verhindern.
Da klingt es schon beinahe wir eine Siegesmeldung, wenn am Montag berichtet wird, daß die EU und einige großzügige »Geberländer« fast 900 Millionen (!) Euro zugesagt haben für den Wiederaufbau des von Israel in die Steinzeit zurückgebombten Gazastreifens. Allerdings wird diese edle Spende, wenn überhaupt, an den Trumpschen »Friedensrat« fließen und nicht an die Opfer des israelischen Völkermords.
Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

