Übernommen von DGB Pressemitteilungen:
Zu heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wonach 2,2 Millionen Menschen in Deutschland befristet arbeiten – darunter fast jede*r Fünfte der 15- bis 25-Jährigen und gut jede*r Zehnte der 25- bis 35-Jährigen – ein Statement von Stefan Körzell, stellvertretender DGB-Vorsitzender:
“Sichere , unbefristete Arbeitsplätze sind Voraussetzung für Motivation und Einsatz der Beschäftigten – und keine Innovationsbremse. 2,2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten befristet, bei jungen Erwerbstätigen zwischen 15 und 25 Jahren ist es sogar fast jede und jeder Fünfte. Das sind alarmierende Zahlen.
Daher lehnen wir lehnen die Pläne der Bundesregierung entschieden ab, die sachgrundlose Befristung auf 48 Monate auszuweiten. Stattdessen muss sie ersatzlos gestrichen werden. Vor allem junge Menschen, die gerade ins Berufsleben starten, brauchen Sicherheit für ihre Zukunft. Nur wer sicher im Job ist, kann sich mit der eigenen Arbeit und dem Unternehmen identifizieren. Das ist ein Standortvorteil – kein Hindernis.
Wer befristet arbeitet, lebt mit großer Unsicherheit: Es fällt schwer, das eigene Leben zu gestalten und die eigenen Interessen im Arbeitsverhältnis durchzusetzen. Einen unbefristeten Vertrag in der Hand zu haben – häufig erst jenseits der 30 – ist für viele die Voraussetzung dafür, einen Mietvertrag abzuschließen, eine Familie zu gründen oder sich weiterzubilden und langfristig an ihr Unternehmen zu binden.”
Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund

