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Rund 192.000 ohne Job im Juli: Steigende Arbeitslosigkeit trifft schwerbehinderte Menschen besonders hart

Übernommen von DGB Pressemitteilungen:

Im Juli 2026 waren in Deutschland rund 192.000 Menschen mit Behinderung arbeitslos gemeldet, das entspricht einer  Arbeitslosenquote von 12 Prozent. Im “Arbeitsmarkt aktuell” fordert der DGB deshalb bei Schwerbehinderung unter anderem besseren Schutz vor Jobverlust und passgenaue Förderung. Zur Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung sagt Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied:

“Schwerbehinderte Menschen trifft der Verlust des Arbeitsplatzes besonders hart. Denn wenn sie einmal ohne Arbeit sind, ist der Wiedereinstieg deutlich schwieriger als für andere Arbeitslose – und das, obwohl sie häufig gut qualifiziert sind. Deshalb müssen wir alles daransetzen, Menschen mit Behinderung in Arbeit zu halten und dafür den besonderen Schutz schwerbehinderter Beschäftigter zu stärken. 

Wer seinen Arbeitsplatz dennoch verliert, braucht bessere und passgenaue Unterstützung beim Wiedereinstieg.  Klare gesetzliche Vorgaben können etwas bewirken. Wo Arbeitgeber stärker in Verantwortung genommen werden, werden mehr schwerbehinderte Menschen beschäftigt. Es braucht auch weiterhin gebündelte Anstrengungen, um die strukturelle Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen endlich zu beenden.”


Hintergrund

12 Prozent Arbeitslosenquote: Schwerbehinderte Menschen sind immer noch deutlich häufiger arbeitslos als die Gesamtbevölkerung. Die aktuell zunehmende Arbeitslosigkeit trifft sie besonders hart. 

Anstieg setzt sich 2026 fort: Im Juli 2026 lag die Zahl schwerbehinderter Arbeitsloser 3,4 Prozent über dem Vorjahresmonat. Insgesamt stieg die Arbeitslosigkeit dagegen nur um 0,9 Prozent. 

Einmal arbeitslos, schlechtere Chancen: Trotz häufig besserer Bildungsabschlüsse gelingt der Wiedereinstieg in Arbeit bei schwerbehinderten Menschen erheblich seltener. 

Beschäftigungspflicht wird oft missachtet: Rund ein Viertel der beschäftigungspflichtigen Unternehmen beschäftigt einen einzigen schwerbehinderten Menschen. 

Gesetzliche Anreize wirken: Die Einführung der 4. Staffel der Ausgleichsabgabe hat bei kleineren Unternehmen zu mehr Beschäftigung geführt: In Betrieben mit 20 bis unter 40 Beschäftigten erhöhte sich der Anteil schwerbehinderter Menschen von 2,9 auf 3,0 Prozent, in Unternehmen mit 40 bis unter 60 Beschäftigten von 3,2 auf 3,3 Prozent. 

Besserer Schutz notwendig: Schwerbehindertenvertretungen und betriebliches Eingliederungsmanagement müssen gesetzlich gestärkt werden.

Download Studie

Arbeitsmarkt aktuell August 2026:  Zunehmende Arbeitslosigkeit trifft schwerbehinderte Menschen besonders hart

Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund

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