Übernommen von Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek:
Dass viele Beschäftigte beim Transportsyndikat TICE über die Arbeitsbedingungen unzufrieden sind, ist seit längerem gewusst und hat bereits wiederholt in der Öffentlichkeit für Aufmerksamkeit gesorgt.
In diesem Zusammenhang hat sich diese Woche erneut die Gewerkschaft OGBL zu Wort gemeldet und angesichts des seit längerem bestehenden Personalmangels, schwieriger Arbeitsbedingungen und eines »Dialogs«, der zu keinen konkreten Ergebnissen geführt hat, Taten gefordert.
Kritisiert wird, dass eine Reihe Probleme seit langem bestehen, ohne dass es bisher zu nachhaltigen Lösungen kam.
Genannt wird unter anderem der chronische Personalmangel, den es seit Jahren gibt, ohne dass ein konkreter Personalplan mit klaren Zielen und verbindlichen Fristen ausgearbeitet und umgesetzt wurde.
Die Belastung der Beschäftigten wachse, auch weil immer wieder Beschäftigte während ihrer Freizeit zurückgerufen würden und das Recht auf Nichterreichbarkeit nicht respektiert werde. Dabei seien ausreichende Ruhezeiten im Interesse der Gesundheit der Beschäftigten und der Sicherheit der Fahrgäste unverzichtbar. Es sei zudem erfordert, dass Kontrolluntersuchungen bei Krankheit verhältnismäßig und unter Einhaltung der geltenden Regeln erfolgen.
Kritisiert wird auch, dass immer noch keine zufriedenstellende Lösung betreffend die sanitären Einrichtungen an den Endhaltestellen gefunden wurde. Es brauche keine provisorischen Lösungsansätze, sondern angemessene, hygienische und dauerhaft verfügbare Toiletten, insbesondere auch im Interesse der Busfahrerinnen.
Der OGBL erinnert daran, in wiederholten Gesprächen mit der Direktion die bestehenden Probleme angesprochen zu haben. Es habe teilweise positive Zusagen gegeben, aber ohne dass es anschließend zu Verbesserungen kam. Direktion und TICE-Büro seien aufgefordert, endlich Verantwortung zu übernehmen.
Daher fordert die Gewerkschaft nun »einen verbindlichen Personalplan mit klaren Zielen und Fristen, die Achtung der Ruhezeiten und des Rechts auf Nichterreichbarkeit, angemessene sanitäre Einrichtungen an den Endhaltestellen, einen verhältnismäßigen Umgang mit Kontrolluntersuchungen bei Krankheit, die Wahrung der gewerkschaftlichen Rechte und die tatsächliche Umsetzung der gemachten Zusagen sowie einen verbindlichen Aktionsplan mit klaren Verantwortlichkeiten und überprüfbaren Ergebnissen.«
Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

