Übernommen von KOMintern:
Während die Vereinten Nationen morgen, am 28. Oktober, erneut über die Beendigung der US-Blockade gegen Kuba abstimmen, verschärft Washington seinen politischen Druck auf den sozialistischen Inselstaat. Zuletzt versuchten die USA, Kuba durch Anschuldigungen über eine angebliche Beteiligung am Ukrainekrieg international zu diskreditieren.
KOMintern unterstützt die Forderung nach einem Ende der Blockade und ruft zur Solidaritätskundgebung auf!
Unblock Cuba! Solidaritätskundgebung vor der UNO in Wien
Anlässlich der Abstimmung in der UN-Generalversammlung organisiert die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft (ÖKG) eine Solidaritätskundgebung vor dem Sitz der Vereinten Nationen in Wien.
Mittwoch, 28. Oktober 2026, 17:00 Uhr
Platz der Vereinten Nationen, 1220 Wien
Vorplatz der U1-Station Kaisermühlen/VIC
Die Kundgebung findet zeitgleich mit der Abstimmung in New York statt und soll ein deutliches Zeichen gegen die US-Blockade und für die Solidarität mit dem sozialistischen Kuba setzen.
Neue Anschuldigungen gegen Kuba
In einer offiziellen Erklärung vom 21. Oktober 2026 hat das kubanische Außenministerium die neuerlichen Vorwürfe der US-Regierung über eine angebliche Beteiligung Kubas am Krieg in der Ukraine entschieden zurückgewiesen. Washington verbreite unbelegte Behauptungen, um die internationale Öffentlichkeit in die Irre zu führen und Kuba politisch zu isolieren.
Die kubanische Regierung stellt unmissverständlich klar, dass Kuba weder am Ukrainekrieg beteiligt sei, noch militärische Einheiten in der Ukraine oder anderen Ländern unterhalte. Gleichzeitig bekräftigt Havanna seine Unterstützung für eine friedliche Beilegung des Konflikts durch Verhandlungen auf Grundlage des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen.
Auch den Vorwurf, Kuba würde die Rekrutierung von Söldnern für den Krieg unterstützen, weist die Regierung zurück. Vielmehr verfolgt Kuba nach eigenen Angaben eine konsequente Null-Toleranz-Politik gegenüber dem Söldnertum. Seit 2023 wurden 17 Ermittlungsverfahren gegen insgesamt 49 Beschuldigte eingeleitet. Gegen 43 Personen wurde Anklage erhoben, wobei Freiheitsstrafen zwischen fünf und 16 Jahren beantragt wurden.
Die kubanische Regierung betont, dass die Beteiligung einzelner kubanischer Staatsbürger an Kampfhandlungen im Ausland weder mit ihrer Zustimmung noch mit Unterstützung staatlicher Institutionen erfolge.
Sechs Jahrzehnte Blockade und wirtschaftlicher Krieg
Die jüngsten Anschuldigungen reihen sich in die jahrzehntelange Konfrontationspolitik der Vereinigten Staaten gegenüber dem sozialistischen Kuba ein. Seit mehr als 60 Jahren versuchen die USA, die kubanische Revolution durch eine umfassende Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade wirtschaftlich zu schwächen und politisch unter Druck zu setzen.
Die Folgen dieser Politik treffen vor allem die kubanische Bevölkerung. Die Blockade erschwert den internationalen Handel, den Zugang zu Finanzmitteln sowie die Beschaffung wichtiger Güter, Medikamente und technischer Ausrüstung. Sie behindert damit die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und verschärft bestehende Versorgungsprobleme.
Die US-Blockade ist dabei keineswegs nur eine bilaterale Angelegenheit zwischen Washington und Havanna. Durch ihre weitreichenden Auswirkungen auf internationale Banken, Unternehmen und Handelsbeziehungen greift sie tief in die wirtschaftlichen Beziehungen Kubas mit anderen Staaten ein.
Jahr für Jahr fordert die überwältigende Mehrheit der UN-Mitgliedstaaten ein Ende dieser Politik. Dennoch halten die Vereinigten Staaten an ihren Sanktionen fest.
Erneute Abstimmung in der UNO am 28. Oktober
Am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, wird die Generalversammlung der Vereinten Nationen erneut über die kubanische Resolution zur Beendigung der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade abstimmen.
Auch heuer versuchen die USA, diplomatischen Druck auf andere Staaten auszuüben und insbesondere europäische Regierungen zu einer Ablehnung der kubanischen Resolution zu bewegen. Damit soll die seit Jahrzehnten bestehende breite internationale Unterstützung für die Aufhebung der Blockade geschwächt werden.
Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, sich im Sinne der immer wieder beschworenen Neutralität Österreichs unmissverständlich gegen die völkerrechtswidrige US-Blockade Kubas zu positionieren, der entsprechenden Resolution in der UN-Generalversammlung zuzustimmen und sich auch auf europäischer Ebene aktiv für ein Ende der wirtschaftlichen und politischen Aggression gegen den sozialistischen Inselstaat einzusetzen.
Für die internationale Arbeiter:innenbewegung ist die Solidarität mit Kuba eine Frage des proletarischen Internationalismus. Das Recht der Völker, ihren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungsweg selbst zu bestimmen, darf nicht von den geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen imperialistischer Großmächte abhängig gemacht werden.
KOMintern bekräftigt daher seine Solidarität mit dem kubanischen Volk und seiner Revolution und fordert ein sofortiges Ende der US-Blockade sowie aller Versuche der politischen und wirtschaftlichen Einmischung.
Schluss mit der völkerrechtswidrigen US-Blockade!
Hände weg von Kuba!
Hoch die internationale Solidarität!
¡Cuba sí, bloqueo no!
„Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker.“ – Che Guevara
Quelle: KOMintern

