Übernommen von Presse | IPPNW.DE:
Die deutsche IPPNW-Sektion verurteilt die US-Militärintervention gegen Venezuela und die Entführung von Nicolás Maduro und seiner Frau. Dies ist ein klarer Verstoß gegen internationales Recht und das Gewaltverbot der UN-Charta. Die Vorwürfe von Wahlfälschung und die Zweifel an der Legitimität von Maduros Präsidentschaft rechtfertigen keinesfalls den offenen Völkerrechtsbruch der US-Administration. Die IPPNW fordert die Bundesregierung und die EU auf, diesen Verstoß unmissverständlich zu kritisieren und auf eine politische, friedliche Lösung hinzuwirken.
Bleibt eine eindeutige Verurteilung der internationalen Gemeinschaft aus, könnte die Intervention in Venezuela weitere Interventionen der USA zur Folge haben. Es besteht die große Gefahr, dass US-Präsident Donald Trump weitere gewählte Regierungen stürzen und die Kontrolle über die Ressourcen und Regierungen in verschiedenen Ländern übernehmen könnte, die sich nicht seiner Linie unterwerfen.
Das US-Vorgehen gegen Venezuela verschärft die Krise des internationalen Rechts. Wenn jetzt nicht gegengesteuert wird, könnte das Ende der Vereinten Nationen und ihrer Charta drohen und der Rückfall in die internationale Ordnung vor dem ersten Weltkrieg, als Großmächte mit wechselnden Allianzen, militärischen Drohungen und Kriegen ihren Kampf um Einflusssphären und Grenzen führten. Das endete bekanntlich in einem Weltkrieg, der heute atomar geführt werden könnte.
Die IPPNW hat Bundesaußenminister Johann Wadephul in diesem Sinne einen Brief geschrieben.
Quelle: Presse | IPPNW.DE

