Start / Deutschland / Klassenkampf / Mietenreport 2026: Hohe Mieten machen Wohnen zum Armutsrisiko

Mietenreport 2026: Hohe Mieten machen Wohnen zum Armutsrisiko

Übernommen von DGB Pressemitteilungen:

Zum heute vom Deutschen Mieterbund vorgelegten Mietenreport, nach dem 58 Prozent der Mieter*innen zu hohe Wohnkosten beklagen und aus diesem Grund beim Konsum von gesunden Lebensmitteln, Medikamenten und Altersvorsorge sparen müssen, ein Statement von Stefan Körzell, stellvertretender DGB-Vorsitzender:

“Die Wohnungsfrage ist längst mehr als eine soziale Frage. Wenn Beschäftigte mit kleinen und mittleren Einkommen immer öfter jeden Euro zweimal umdrehen müssen, weil das Geld angesichts hoher Mieten nicht mehr für Lebensmittel oder Medikamente reicht – dann wird die Wohnungsfrage immer mehr zum Armutsrisiko.

Laut Bau-Monitor 2026 fehlen in Deutschland inzwischen rund 1,35 Millionen Wohnungen, während der Neubau von Wohnungen weiterhin rückläufig ist. Die dramatische Knappheit verschärft den Druck auf die Mieten und führt bei vielen Haushalten zu einer wachsenden finanziellen Belastung. Die Bundesregierung muss jetzt wirksam gegensteuern: mit einem starken Mieterschutz, konsequentem Vorgehen gegen Mietwucher und verlässlichen Investitionen in den gemeinnützigen und sozialen Wohnungsbau – statt weiter darauf zu hoffen, dass der Markt die Krise löst.”


Hintergrund: Mietenreport 2026

Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund

Markiert: