Tarifkonflikt festgefahren: Arbeitgeber verweigern Verhandlungen wegen Warnstreik

Der Tarifkonflikt für die rund 100.000 Beschäftigten der Papier- Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie ist festgefahren. Der Hauptverband der Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) verweigerte zweimal die Wiederaufnahme von Tarifverhandlungen, weil zum Zeitpunkt der Verhandlungstermine in einzelnen Betrieben Warnstreiks stattfanden. „Es ist ungeheuerlich, grundgesetzlich verbriefte Rechte aushebeln und Warnstreiks der Beschäftigten verbieten zu wollen. Damit provoziert der HPV weitere Streiks“, erklärte der Verhandlungsführer der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Andreas Fröhlich.

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Nichts zu verteilen?

Seit dem 1. März ist die Friedenspflicht in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie beendet. In der ersten Streikwoche haben über 227.000 Beschäftigte* die Arbeit niedergelegt. Die Wut ist groß, dass trotz der bescheidenen Forderungen der IG Metall nach 4 Prozent mehr Lohn beziehungsweise Arbeitszeitverkürzung mit Teillohnausgleich zur Beschäftigungssicherung kein Angebot der Unternehmer vorliegt. Im Gegenteil: Die Angriffe auf tarifliche Errungenschaften wie Schichtzuschläge, Pausenregelungen, Alterssicherung und Kündigungsschutz werden immer frecher.

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Amazon scheitert mit einstweiliger Verfügung gegen ver.di

Amazon Pforzheim ist heute Vormittag vor dem Arbeitsgericht Pforzheim mit dem Versuch gescheitert, ver.di per einstweiliger Verfügung die Verteilung von Flugblättern vor dem Personaleingang untersagen zu lassen.  Nachdem das Gericht deutlich gemacht hatte, dass es keinen Rechtsgrund für eine einstweilige Verfügung erkennen könne, hat Amazon den entsprechenden Antrag zurückgenommen. Eine für den Nachmittag geplante, gewerkschaftliche Verteilaktion von Flugblättern konnte deshalb wie geplant vor dem Pforzheimer Verteilzentrum des Online-Versandhändlers stattfinden.

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