Donnerstag, 23. Oktober 2014

Vier Zeitungen gemeinsam gegen den Krieg

Unterschiedliches Layout, gemeinsame Inhalte: Beilage zum Ersten Weltkrieg, hier in den Versionen von junge Welt und Arbejderen»Wir sind weit davon entfernt, die Gespenster des Imperialismus und der kapitalistischen Krise gebannt zu haben. Rosa Luxemburgs Warnung, dass wir vor der Wahl zwischen 'Sozialismus oder Barbarei' stehen, war nie spürbarer wahr«, schreibt der Chefredakteur der britischen kommunistischen Tageszeitung »Morning Star« im Editorial einer Beilage, die heute der deutschen Tageszeitung »junge Welt« beiliegt. Am Wochenende erscheint das Supplement auch in dem in London erscheinenden Blatt sowie in der Luxemburg »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« sowie in der dänischen »Arbejderen«. Die vier marxistischen Blätter haben sich aus Anlass des 100. Jahrestags des Beginns des Ersten Weltkriegs zu dieser Kooperation zusammengefunden – erster sichtbarer Ausdruck einer sich entwickelnden Zusammenarbeit.

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Gabriele Senft: Offener Brief an die »Arbeiterfotografie«

ArbeiterfotografieWir dokumentieren nachstehend einen offenen Brief der Berliner Fotografin Gabriele Senft an den Vorstand des Verbandes der Arbeiterfotografie e.V. Die Verfasserin reagiert damit auf eine im Onlineportal »Neue Rheinische Zeitung« erschienene Fotoreportage von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann über die »Montagsmahnwachen«, die am 23. Juni erschien (http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20469).

Es ist an der Zeit, diesen Schritt zu tun!
An den Vorstand des Verbandes der Arbeiterfotografie e.V., hallo Anneliese, Andreas und Senne,

seit einiger Zeit habe ich meine Zusammenarbeit mit euch sozusagen »auf Eis« gelegt. Das ist mir schwer gefallen; ich brauchte diese Zeit, weil ich um die Form rang, durchaus vorhandene Argumente für meine Verhaltensweise einleuchtend zu äußern.  Auch hatte ich von euch viel freundschaftliches Entgegenkommen erfahren in den Jahren, seit wir uns durch das Engagement gegen die Kriegspolitik der BRD kennenlernten. Signale, wie das Weggehen des Antifaschisten Jochen Vogler, wie des Sohnes und Enkels von Walter Heilig, René und Dominique, auch die Querelen mit   xxx , das betrachtete ich darum etwas unkritisch aus eurer Sicht und ordnete es unter »persönliche Differenzen« ein, wo ich mich rauszuhalten suchte.

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Millionen Identitäten gestohlen: Jetzt eigene E-Mail-Adresse kontrollieren

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informiert angesichts eines erneuten Falles von großflächigem Identitätsdiebstahl betroffene Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Die Staatsanwaltschaft Verden (Aller) hat dem BSI einen Datensatz mit rund 21 Millionen E-Mail-Adressen und Passwörtern zur Verfügung gestellt. Nach technischer Analyse und Bereinigung durch das BSI verblieben rund 18 Millionen von Identitätsdiebstahl betroffene E-Mail-Adressen, darunter rund 3 Millionen deutsche E-Mail-Adressen. Die Inhaber der E-Mail-Adressen werden vom BSI in Zusammenarbeit mit den Online-Dienstleistern Deutsche Telekom, Freenet, gmx.de, Kabel Deutschland, Vodafone und web.de informiert. Zudem stellt das BSI wieder einen webbasierten Sicherheitstest zur Verfügung.

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Zurück im Schoß der herrschenden Klasse

Die Zeit, 6. Februar 2014Zwei ehemalige Mitglieder der DKP und frühere hauptamtliche Funktionäre der SDAJ, Thomas Kerstan und Gero von Randow, arbeiten heute für die Wochenzeitung »Die Zeit«.  Gemeinsam haben sie in der Ausgabe vom 6. Februar einen Artikel unter der Überschrift »Die Zwangsarbeiter und wir« veröffentlicht.

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Piratenpartei veröffentlicht Durchwahlen der Jobcenter

Piratenpartei für TransparenzErwerbslose haben im Rahmen der Informationsfreiheit Anspruch darauf, die für sie zuständigen Mitarbeiter der Jobcenter telefonisch erreichen zu können. Dazu müssen die Behörden entsprechende Rufnummern preisgeben, urteilte das Verwaltungsgericht Leipzig schon am 10. Januar 2013. Rechtskräftig ist diese Entscheidung jedoch noch nicht, weil das Leipziger Jobcenter in Berufung gegangen ist. Als Selbsthilfe hatte der Arbeits- und Sozialrechtler Harald Thomé daraufhin auf seiner Internetseite fast 150 Telefonlisten von Jobcentern aus der ganzen Bundesrepublik veröffentlicht. Die Folge waren eine Hetzkampagne und Drohungen aus den Behörden, weshalb er Mitte Januar aufgab und die Liste aus dem Netz nahm.

Nun aber ist die Piratenpartei eingesprungen und hat unter https://wiki.piratenpartei.de/Telefonlisten_Jobcenter die Telefonlisten mit den Durchwahlnummern der Sacharbeiter von zur Zeit 134 Jobcentern veröffentlicht. Damit setze man das Transparenz-Projekt fort, nachdem Thomé das Kostenrisiko für Rechtsverfahren nicht mehr tragen konnte. »Wir führen es weiter, denn als Partei können wir den Einschüchterungsversuchen von Jobcentern gelassener entgegentreten als eine Einzelperson«, teilte die Piratenpartei heute mit.

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Identitätsdiebstahl: 16 Millionen Digitale Identitäten betroffen

Bundesamt für Sicherheit in der InformationstechnikDas Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat angesichts eines Falles von großflächigem Identitätsdiebstahl unter https://www.sicherheitstest.bsi.de eine Webseite eingerichtet, auf der Bürgerinnen und Bürger überprüfen können, ob sie von diesem Identitätsdiebstahl betroffen sind. Aktuell ist der Server allerdings wegen der hohen Zahl von Abrufen in die Knie gegangen.

Im Rahmen der Analyse von Botnetzen durch Forschungseinrichtungen und Strafverfolgungsbehörden wurden rund 16 Millionen kompromittierte Benutzerkonten entdeckt. Diese bestehen in der Regel aus einem Benutzernamen in Form einer E-Mail-Adresse und einem Passwort. Viele Internetnutzer verwenden diese Login-Daten nicht nur für das eigene Mail-Account, sondern auch für Benutzerkonten bei Internetdiensten, Online-Shops oder Sozialen Netzwerken. Die E-Mail-Adressen wurden dem BSI übergeben, damit Betroffene informiert werden und erforderliche Schutzmaßnahmen treffen können.

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Abschied von Werner Pirker

Völlig überraschend ist der streitbare österreichische Journalist und Kommentator Werner Pirker im Alter von 66 Jahren verstorben. Das meldet die Tageszeitung »junge Welt«, für die Pirker jahrelang als Kommentator und Verfasser der wöchentlichen Kolumne »Schwarzer Kanal« tätig war, in ihrer Donnerstagsausgabe (siehe hier).

»Er hat seit 19 Jahren für die junge Welt geschrieben und mit seinen Analysen dieser Zeitung ein klares politisches Profil gegeben. Er hat immer und überall für seine Überzeugung  gestritten, zuletzt am Wochenende auf der XIX. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Berliner Urania und bei der Luxemburg-Liebknecht-Ehrung in der Gedenkstätte der Sozialisten. Zu seinem 65. Geburtstag im Oktober 2012 hatten wir gratuliert: 'Keiner kann die  Leitartikel so wie er. Raffiniert und klar, direkt und dialektisch. Kommentare sind kleine politische Kunstwerke. Werner Pirker schreibt sie an der Tastatur so, wie andere Klavier spielen – beflügelt, mit sanftem Anschlag.' Er wird fehlen.« Eine ausführliche Würdigung des Verstorbenen soll am Freitag erscheinen.

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Reichsrommelnacht

Dumm oder verdorben. Das ist die Frage. Ob es edler im Gemüt einen nationalsozialistischen Feldmarschall reinzuwaschen so gut es geht, oder das edle doitsche Soldatentum zu stilisieren in dieser steinschen Soap-Opera über den Wüstenfuchs.

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Skandal: Mutti von Hausfreund abgehört

Die Heilige MerkelWochenlang wurde die bischöfliche Sau durchs Dorf gejagt. Die bürgerliche Journaille gab stündlich, täglich, rund um die Uhr und Woche zu wissen, dass Funktionäre der katholischen Kirche zuweilen verschwenderisch und größenwahnsinnig sind. Die Geschichte hat einen bald zweitausend Jahre alten Bart, ist aber immer wieder ergötzlich. Jetzt ist der Bischof unbekannten Orts verschwunden, und man konnte mit Spannung erwarten, welche Sau als nächste durchs Dorf getrieben wird.

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