Die Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie (BCE) hat sich bei den Tarifverhandlungen in de Kautschukindustrie mit mageren Almosen abspeisen lassen, feiert das jedoch als eine Lohnerhöhung um »insgesamt fünf Prozent«. Tatsächlich aber sieht der mit den Kautschukunternehmern ausgehandelte Vertrag vor, dass die Löhne und Gehälter zum 1. Juni 2016 um gerad einmal 2,5 Prozent steigen. Die Ausbildungsvergütungen werden um 40 Euro erhöht. Zum 1. Juni 2017 erfolgt eine weitere Erhöhung der Entgelte um 1,9 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen steigen um 10 Euro. Zum 1. Januar 2018 gibt es eine weitere Erhöhung um 0,6 Prozent. Die Gesamtlaufzeit beträgt 24 Monate.

Marc Welters, Verhandlungsführer der IG BCE, redet sich das Ergebnis schön: »Dank der Unterstützung aus den Betrieben haben sich die Arbeitgeber bewegt und wir konnten uns heute nach zähen Gesprächen auf einen guten Kompromiss einigen. Die Beschäftigten bekommen eine ordentliche Erhöhung ihrer Einkommen und damit einen fairen Anteil an den Erfolgen der Unternehmen.«