Türkei 

TKP erstattet Anzeigen wegen Repressionen gegen Studierenden-Proteste

Die türkische Polizei hat am 1. Februar 159 Studenten festgenommen und versucht, weitere Proteste gegen den neu ernannten Pro-AKP-Rektor der Boğaziçi-Universität zu verhindern. Die kämpferischen Proteste an der Universität in Istanbul begannen unmittelbar nach der Ernennung des neuen Rektors durch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan am 2. Januar und setzten sich unter Beteiligung von Studierenden, Universitätspersonal sowie solidarischen Mitbürgerinnen und ‑bürgern fort. Die Proteste breiteten sich auf das ganze Land aus.

Die Kommunistische Partei der Türkei (TKP) hat Präsident Erdoğan, Innenminister Soylu und seinen Sprecher, den faschistischen Parteivorsitzenden Bahçeli und die Polizei, die die Demonstrantinnen und Demonstranten am 22. Februar gefoltert haben, wegen Folter, Beleidigung und Bedrohung bei der Staatsanwaltschaft von Istanbul angezeigt.

„Niemand kann die fortschrittliche Jugend, das ehrenwerte Volk dieses Landes beleidigen, bedrohen, ins Visier nehmen und bedrohen“, erklärte der Anwalt der TKP, Özgür Murat Büyük. „Sie werden nicht gehorchen und sich um eine Bestrafung der Verantwortlichen bemühen“, betonte Büyük.

Eray Türkdoğan, einer der betroffenen Studenten, die während der Proteste verhaftet wurden, ergriff ebenfalls das Wort. Man müsse kein Student der Boğaziçi-Universität sein, um sich gegen reaktionäre und kapitalistische Eingriffe, Gewalt und Tyrannei zu stellen, erklärte Türkdoğan, als nur einer von Tausenden Studenten, die mit Gewalt, Beleidigungen und Drohungen konfrontiert wurden. Die TKP hält fest, dass sie den legalen Kampf mit diesen Anzeigen beginnen, während der Kampf in Boğaziçi weitergehe.

Quelle: SolNews International

Quelle: Zeitung der Arbeit – TKP erstattet Anzeigen wegen Repressionen gegen Studierenden-Proteste

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