Die Istanbul-Konvention ist ein Völkerrechtlicher Vertrag, der dafür ins Leben gerufen wurde, um die Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Gestern hat die türkische Regierung erklärt, dass sie, nach Entscheidung des Staatspräsidenten R. T. Erdoğan, aus dem Vertrag zurücktreten wird.

Die Türkei ist dafür bekannt, dass immer wieder Frauenrechte mit Füßen getreten und Gewalt gegen Frauen nicht annähernd ernsthaft verfolgt wird. In einem Land, in dem allein im Jahr 2020 mindestens 300 Frauen ermordet wurden. In einem Land, wo Täter nicht bestraft werden und Frauen sich nicht auf staatlichen Schutz verlassen können.

Die Istanbul Konvention ist dazu da, um gewährleisten zu können, dass gewisse Schutzvorkehrungen getroffen werden und Frauen auf der Arbeit, so wie vor häuslicher Gewalt geschützt werden. Dass Geschlechtergerechtigkeit garantiert wird und Kontrollmechanismen bestehen!

Trotz des Widerstandes in der Bevölkerung und vor allem seitens der Frauen, tritt die Türkei in einer solchen Zeit aus der Istanbul Konvention aus. Das ist mehr als ein Zeichen dafür, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter und der Schutz der Frauen vor Gewalt und Mord für diese Regierung keine Bedeutung hat!

Heute sind tausende Frauen in der Türkei auf den Straßen, um gegen diese Entscheidung zu protestieren.

Wir verurteilen diese Entscheidung aufs Schärfste! Die Istanbul Konvention muss in allen Ländern umgesetzt werden! (didf-jugend.de)

Quelle: DIDF – Die Türkei tritt aus der Istanbul Konvention aus!