Wir gehen am 8. März, dem internationalen Frauenkampftag, auf die Straße!

Auch wenn man sich längst andere Verhältnisse wünscht: Es gibt nach wie vor viele Gründe, insbesondere am Frauenkampftag auf die Situation von Frauen im Kapitalismus aufmerksam zu machen. Die strukturelle Benachteiligung durch schlechtere Arbeitsbedingungen, die systematische Unterdrückung und psychische Folter durch die Fremdbestimmung des eigenen Körpers sowie der verbreitete Alltagssexismus zuhause, auf Arbeit und in der Öffentlichkeit sollten uns nicht ruhen lassen, bis wir dieses scheiß Patriarchat auf den Müllhaufen der Geschichte verfrachtet haben.

Für uns ist klar, dass es nichts ändert, wenn Frauen in den Vorständen von DAX-Konzernen sitzen. Wir müssen das System grundlegend ändern und eine andere Wirtschaftsform aufbauen – damit es kein Oben und kein Unten mehr gibt und Frauen frei sind von ökonomischen Zwängen. Nur so sind die Bedingungen geschaffen, unter denen Frauen tatsächlich selbstbestimmt über ihr Leben und ihren Körper entscheiden können.
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Bis dahin gibt es noch einiges zu tun – und die kapitalistische Verwertungslogik und schonungslose Ausbeutung der billigeren Arbeitskraft von Frauen führt dazu, dass vor allem im Gesundheits- und Pflegebereich viele Frauen arbeiten. Es ist kein Geheimnis, dass die Arbeit in diesem Bereich schon lange geprägt war von Überstunden, zu kurzen Pausen und Personalmangel. Gleichzeitig werden in diesem Bereich gerade Krankenhäuser geschlossen und Stellen abgebaut, damit die Eigentümer mehr Profit erwirtschaften können. Die Pandemie- und Wirtschaftskrise verschärft diese Notlage weiter und die KollegInnen sind am Limit. Seit Monaten.

Darum folgen wir dem Aufruf vom Bündnis für den 8. März und schließen uns der Kundgebung im Invalidenpark an.
Kommt zur Kundgebung um 11 Uhr im Invalidenpark! Denkt an eure Masken und haltet Abstand zueinander.

Quelle: SDAJ Berlin via Facebook / RedGlobe