Fünf Wochen nach der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen in Peru hat die Nationale Wahlkommission den linken Kandidaten Pedro Castillo offiziell zum Sieger und damit zum künftigen Staatschef des südamerikanischen Landes erklärt. Zuvor hatte die Behörde auch die letzten Einsprüche der unterlegenen Kandidatin Keiko Fujimori und ihrer Partei Fuerza Popular abgewiesen.

Dem offiziellen Endergebnis der Stichwahl vom 6. Juni zufolge erhielt Castillo, der für die sich als marxistisch-leninistisch verstehende Partei Perú Libre ins Rennen gegangen war, exakt 8.836.380 Stimmen, was 50,126 Prozent entspricht. Seine Kontrahentin Fujimori kam auf 8.792.117 Stimmen bzw. 49,874 Prozent – eine Differenz von gut 44.000 Stimmen.

In seiner ersten Rede als gewählter Präsident kündigte Castillo vom Balkon des Parteigebäudes der Perú Libre in Lima eine „Regierung aller Peruaner“ an. Er wolle eine Regierung „ohne irgendwelche Diskriminierung, ohne überheblichen Blick auf die Indígenas, die afroperuanischen Geschwister, alle Rassen, alle Ethnien, alle Menschengruppen“ bilden.

Glückwünsche zu seiner Wahl erhielt Castillo unmittelbar nach seiner Wahl aus vielen Ländern Lateinamerikas. So sprach Kubas Außenminister Bruno Rodríguez dem künftigen Präsidenten die Unterstützung seiner Regierung aus, Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sprach von einem „neuen Zyklus“, der nun begonnen habe.

Quellen: RPP, La República / RedGlobe