Korruption, der gemeinsame Nenner des Neoliberalismus

Mehrere Tage lang erlebte Peru Wellen von Protesten aufgrund der politischen Instabilität und der Forderung nach einer neuen Verfassung. Auslöser war die Vakanz von Martin Vizcarra, aber der Hintergrund ist breiter. Ein Land mit einem neoliberalen Wirtschaftssystem, das die Ungleichheiten und eine Vielzahl sozialer Probleme verschärft, angeführt vom größten Übel: der Korruption.

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Rücktritt nach fünf Tagen

Die politische Krise in Peru hat am Sonntag eine erneute Zuspitzung erfahren. Nach nur fünf Tagen im Amt erklärte der neue Staatschef Manuel Merino seinen Rücktritt. Merino, bis dahin Parlamentspräsident, war am vergangenen Montag auf Martín Vizcarra gefolgt, der vom Kongress nach Korruptionsvorwürfen abgesetzt worden war. 105 von insgesamt 130 Parlamentsabgeordneten hatten für den Sturz des Präsidenten wegen „dauerhafter moralischer Unfähigkeit“ gestimmt.

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Kein Linksruck in Peru

Peru bleibt auch nach der Präsidentschaftswahl ein treuer Vasall der USA. Nach den Schnellauszählungen verschiedener Meinungsforschungsinstitute sowie nach den von der Wahlbehörde ONPE veröffentlichten Teilergebnissen werden sich bei der Stichwahl am 5. Juni die Diktatorentochter Keiko Fujimori und der Liebling des Unternehmerlagers, Pedro Pablo Kuczynski, gegenüberstehen. Die Kandidatin der peruanischen Linken, Verónika Mendoza, kam nach einem starken Wahlkampf auf den dritten Platz.

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