Groß muss die Angst der Herrschenden vor einer kleinen Organisation wie der DKP sein, dass man jetzt auf kaltem administrativen Weg versucht, ihr den Garaus zu machen. Der drohende Entzug des Status einer politischen Partei markiert eine neue Etappe in der Rechtsentwicklung dieses Landes. „Freie Bahn für Kriegsvorbereitungen und weiteren sozialen Kahlschlag“ lautet offenbar die Devise. Organisierte Kommunisten, die diese Pläne aufdecken und den Finger in die Wunde legen, stören da nur. Fortschrittliche Kräfte aller Richtungen sind jetzt aufgefordert, sich diesem staatlichen Willkürakt mit aller Kraft entgegenzustellen.

Quelle: UZ – Unsere Zeit – Solidaritätsschreiben von Stefan Huth, Chefredakteur Tageszeitung „junge Welt“