KPÖ:

Ein Interview mit der Obfrau des Steirischen KPÖ-Landtagsklub Claudia Klimt-Weithaler 

Ihr öffnet zum wiederholten Male “die Konten”. Um welches Geld geht es dabei eigentlich?

Es geht um große Teile unserer Gehälter. KPÖ-Politiker:innen, die durch ihre Funktion ein Gehalt beziehen, haben sich selbst eine Obergrenze gesetzt. Mehr als die Hälfte verwenden wir – Stadträt:innen, Landtagsabgeordnete, die Grazer Bürgermeisterin – um Menschen, die in eine finanzielle Notlage geraten sind, rasch und unbürokratisch zu helfen.

Und warum dürfen KPÖ-Mandatar:innen aus ihrer politischen Tätigkeit maximal einen Facharbeiter:innen-Lohn verdienen?

Damit heben wir uns nicht von jenen ab, die uns als ihre politische Vertretung gewählt haben. Wir erleben immer wieder, dass abgehobene Gehälter zu einer abgehobenen Politik führen und das wollen wir anders machen. Es verhilft zu einer Bodenständigkeit, die man meiner Meinung nach als Politiker:in haben sollte.

Wie hängt die Arbeit in der Sozialberatung damit zusammen, was die Partei in der Steiermark insgesamt politisch tut?

Durch den täglichen Kontakt mit den Menschen, die zu uns in die Sozialsprechstunden kommen, hören wir von ihren Sorgen und Nöten. Manche Probleme kann man schnell mit finanzieller Unterstützung lösen – z.B. eine Stromabschaltung verhindern. Durch die Beratung können wir oft auch dazu verhelfen, finanzielle Sorgen langfristig in den Griff zu bekommen. Viele Probleme sind aber strukturell bedingt und müssen auf politischer Ebene gelöst werden. Immer wieder haben wir Initiativen im Gemeinderat oder Landtag eingebracht, von deren Notwendigkeit wir in unseren Sozialsprechstunden erfahren haben. Unser Kampf für die Verbesserung der Wohnunterstützung etwa oder auch die Forderung nach dem Verbot des Kleinen Glückspiels.

Tauchen in den Beratungen bestimmte Probleme besonders oft auf?

In den letzten Jahren waren wir verstärkt mit den Themen Pflege und Gesundheit beschäftigt und leistbares Wohnen ist ohnehin ein „Dauerbrenner“. Durch die Pandemie haben viele Menschen ihre Arbeit verloren oder weniger Einkommen durch Kurzarbeit. Die Fixkosten sind aber nicht…

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Interview mit Claudia Klimt-Weithaler zur Sozialberatung