Übernommen von KPÖ:
Heute vor 208 Jahren wurde Karl Marx geboren. Sein Denken und seine politischen Initiativen sind uns bis heute Leitstern für den gesellschaftlichen Fortschritt.
Wie kann es funktionieren, dass der ungeheure Reichtum der Menschheit so große Armut der Menschen schafft? Wieso halten so viele Menschen den Kapitalismus für eine unveränderliche Form der Wirtschaft? Diese Fragen trieben Marx sein Leben lang um.
Bewegungsgesetze der Gesellschaft
Für Profite gehen Konzerne über Leichen? Erdöl ist mehr wert als unsere intakte Lebensgrundlage? Wo Bomben fallen, steigen die Preise und steigende Preise bereiten die nächsten Bomben vor? Auf jede Phase wachsenden Wohlstands folgt mit der Sicherheit eines Naturgesetzes eine globale Krise? All das ist nach Marx kein Fehler in der kapitalistischen Produktionsweise, sondern Bestandteil ihres Funktionierens. Innere Triebkraft des kapitalistischen Wachstums ist die Ausbeutung von Mensch und Natur in der Klassengesellschaft.
Auf seiner Beerdigung urteilte sein bester Freund und Weggefährte Friedrich Engels, Marx entdeckte “das spezielle Bewegungsgesetz der heutigen kapitalistischen Produktionsweise und der von ihr erzeugten bürgerlichen Gesellschaft. Mit der Entdeckung des Mehrwerts war hier plötzlich Licht geschaffen, während alle früheren Untersuchungen, sowohl der bürgerlichen Ökonomen wie der sozialistischen Kritiker, im Dunkel sich verirrt hatten.” Und wo bürgerliche Ideologen die Freiheit des Marktes sahen, da sah Marx die uneingelöste Freiheit der Menschen, die erst zu erkämpfen ist.
Geschichte von Klassenkämpfen
Und so konsequent Marx die kapitalistischen Gesetzmäßigkeiten untersuchte, so konsequent verweigerte er, sie als unabänderliches Schicksal der Menschheit zu denken. Die Menschen werden durch den Kapitalismus unterworfen, aber sie haben auch die Möglichkeit, ihre Geschichte zu machen. “Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen” schrieb Marx im berühmten Kommunistischen Manifest.
Wie die kapitalistische Produktionsweise diese Klassenkämpfe prägt, welche Anknüpfungspunkte für revolutionäres Denken dadurch entstehen und welche Ideologien die Interessen der Arbeiter:innenklasse vernebeln, das untersuchte Marx über sein bewegtes Leben lang – als mehrfach von Regierenden ausgewiesener Exilant, Politiker, Journalist, Theoretiker und, soweit wissen wir es, Verfasser schrecklicher Liebesgedichte für seine Lebenspartnerin Jenny Marx.
Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte
Dem Kampf für eine Gesellschaft tatsächlicher Freiheit und Gerechtigkeit hat Marx sein Leben gewidmet. Hören wir dazu nochmal die Worte von Engels über seinem Grab: “Marx war vor allem Revolutionär. Mitzuwirken, in dieser oder jener Weise, am Sturz der kapitalistischen Gesellschaft und der durch sie geschaffenen Staatseinrichtungen, mitzuwirken an der Befreiung des modernen Proletariats, dem er zuerst das Bewusstsein seiner eigenen Lage und seiner Bedürfnisse, das Bewusstsein der Bedingungen seiner Emanzipation gegeben hatte – das war sein wirklicher Lebensberuf.”
Danke für deine Inspiration! Happy Birthday, Karl!

