Übernommen von DGB Pressemitteilungen:
Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen sagte Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied:
„Der Arbeitsmarkt verharrt leider weiter in der Talsohle. Bis zu seiner merklichen Erholung werden sich in dieser Krise Beitragszahlerinnen und Beitragszahler auf die Arbeitslosenversicherung verlassen müssen. Die Bundesagentur für Arbeit ist einmal mehr eine stabile Säule des Sozialstaats. Umso wichtiger ist es, dass der Wert einer stabilen Arbeitslosenversicherung gesehen und erkannt wird. Noch nie wurde in vergangenen Krisen bei steigenden Arbeitslosenzahlen an der Arbeitsverwaltung gespart. Das darf auch diesmal nicht passieren. Weder die Leistungen für die Versicherten, noch die Betreuungsdichte und schon gar nicht die aktive Arbeitsmarktpolitik dürfen jetzt beschnitten werden.
Wir brauchen eine neue Dynamik am Arbeitsmarkt. Eine starke und handlungsfähige Bundesagentur für Arbeit ist dafür unverzichtbar. Alle Forschungsergebnisse bestätigen Bedeutung und Wirksamkeit des arbeitsmarktpolitischen Instrumentenkastens der Arbeitslosenversicherung. Wir rufen daher die Bundesregierung auf, die Finanzausstattung im Haushalt sicherzustellen. Die Bundesagentur ist in Coronazeiten in Vorleistung gegangen, um Krisenlasten zu bewältigen, man darf sie nun nicht auf dem entstandenen Schuldenberg sitzen lassen.
Millionen Versicherte setzen ihr Vertrauen in die Arbeitslosenversicherung. Die Versichertengemeinschaft muss sich auf diese Bundesregierung verlassen können.“
Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund

