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KPÖ fordert Solidaritätsabgabe der ehemaligen Adelsfamilien

Übernommen von KPÖ:

Gehört schon dem Staat: Schweiger vor dem Schloss Belvedere in Wien.

Da die Bundesregierung weiterhin Vermögenssteuern blockiert, sollen für die KPÖ zumindest jene einen Beitrag leisten, deren Reichtümer aus alten Zeiten stammen. Denn noch heute machen Reiche mit Adelshintergrund gute Geschäfte mit den Grundstücken aus alter Zeit. „Die Lage der Bevölkerung ist ein Desaster. Die Kürzungen treiben die Armutsgefährdung in Rekordhöhen”, kritisiert Tobias Schweiger, Bundessprecher der KPÖ. „Es wird Zeit, dass diejenigen etwas beitragen, die ihren Reichtum seit Jahrhunderten horten.” Vorgeschlagen wird für den Anfang eine symbolische Einmalabgabe in der Höhe von einer Million Euro.

„Die hohen Vermögen aus hohem Hause sind hoffentlich sogar für ÖVP und NEOS das, was sie sind: Zins und Zinseszins einer Ständegesellschaft”, meint Schweiger. Anders als in vielen anderen Ländern durfte der allgemeine Adel in Österreich nach dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie im Jahr 1918 seine Ländereien, Schlösser und Vermögenswerte behalten. In diesem Sinne haben Adelige in Österreich noch nie Entschädigungen dafür bezahlt, dass ihre Familien breite Teile der Bevölkerung jahrhundertelang ausbeuten konnten.

Offiziell wurde der Adelsstand 1919 abgeschafft. Die Adelsfamilien Österreichs haben damit ihre Titel verloren. Ehemalige Adelsfamilien gehören bis heute zu den größten Grund- und Waldbesitzern des Landes. Familien wie Mayr-Melnhof, die Esterházys, aber traditionell auch bekannte Gesichter aus der Politik: Douglas Hoyos von den NEOS oder die Familie Gudenus bei der FPÖ.

 

 

 

 

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