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Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht – DFG-VK bei Konferenz im Europaparlament

Übernommen von Deutsche-Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen:

Unter dem Titel „Conscientious Objection is a Human Right!“ („Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht!“) fand am 14. Oktober 2026 im Europäischen Parlament in Brüssel eine internationale Konferenz zum Recht auf Kriegsdienstverweigerung und zum Widerstand gegen Krieg und Militarisierung statt. Auch die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) war mit einem Beitrag von Marius Pletsch vertreten.

Die von der Linksfraktion im Europäischen Parlament organisierte Veranstaltung brachte Kriegsdienstverweiger*innen, Friedensaktivist*innen und Vertreter*innen sozialer Bewegungen aus verschiedenen Ländern zusammen. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen von Menschen, die sich dem Militärdienst verweigern, sowie die rechtlichen und politischen Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind.

Besonders eindrücklich waren die Perspektiven von Kriegsdienstverweiger*innen und Friedensaktivist*innen aus der Türkei, Israel, Russland, der Ukraine und Belarus. Diskutiert wurden unter anderem die Verfolgung und Bestrafung von Kriegsdienstverweiger*innen sowie die Frage, wie das Recht auf Kriegsdienstverweigerung international besser geschützt und als Asylgrund anerkannt werden kann.

Gemeinsam gegen Militarisierung und Wehrpflicht

Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz lag auf dem kollektiven Widerstand gegen Militarisierung. Dabei ging es nicht nur um die individuelle Verweigerung des Militärdienstes, sondern auch um Proteste gegen Wehrpflicht, militärische Werbung und die zunehmende Militarisierung gesellschaftlicher Bereiche.

Im abschließenden Podium unter dem Titel „From factories to schools and streets – Refusing war together everywhere“ („Von Fabriken über Schulen bis auf die Straßen – Gemeinsam überall den Krieg verweigern“) sprach auch Marius Pletsch von der DFG-VK gemeinsam mit Vertreter*innen von Schüler*innenprotesten gegen die Wehrpflicht, Beschäftigteninitiativen und internationalen Friedensbewegungen über Möglichkeiten des gemeinsamen Widerstands.

Die Konferenz machte deutlich, wie wichtig die internationale Vernetzung von Kriegsdienstverweiger*innen und antimilitaristischen Bewegungen ist. Gerade angesichts der Aufrüstung in Europa und der Debatten um die Wiedereinführung beziehungsweise Ausweitung der Wehrpflicht muss das Recht, sich dem Kriegsdienst zu verweigern, konsequent verteidigt werden.

Weitere Informationen und die Aufzeichnung der gesamten Veranstaltung gibt es auf der Website der Linksfraktion im Europäischen Parlament.

Den Redebeitrag von unserem Bundessprecher Marius Pletsch findet ihr hier:

Für die DFG-VK ist klar: Niemand darf gezwungen werden, gegen sein Gewissen Kriegsdienst zu leisten. Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht – überall und für alle!

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Marius Pletsch (Referent):
pletsch@dfg-vk.de
+49176/57933842

Quelle: Deutsche-Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

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