Übernommen von KOMintern:
Uni-Großdemo um 15 Uhr * Karlsplatz
Am Donnerstag gehen Studierende und Uni-Beschäftigte unter dem Motto „Alarmstufe Rot – #UnisRetten!“ gemeinsam auf die Straße – gegen die Unterfinanzierung der Universitäten und für ein gutes und gerechtes Studium. Denn statt der mindestens notwendigen 18 Milliarden Euro plant die Bundesregierung für 2028 bis 2030 nur rund 16 Milliarden Euro für die Universitäten ein. Zwei Milliarden Euro fehlen – mit verheerenden Folgen für den Lehrbetrieb, Betreuungs- und Beschäftigungsverhältnisse.
„Wir haben es satt, dass unsere Zukunft aufs Spiel gesetzt wird! Gemeinsam fordern wir eine abgesicherte und langfristige Finanzierung der öffentlichen Universitäten ein. Denn gute Lehre, Forschung und faire Arbeitsbedingungen gibt es nicht zum Nulltarif. Bis zum 31. Oktober kann die Bundesregierung das Budget noch nachbessern. Wir machen Druck und zeigen gemeinsam: Unsere Zukunft ist nicht verhandelbar!“
Donnerstag, 22. Oktober 2026, 15:00 Uhr
TU Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien
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Demo „Bildung für Alle – Statt Chancen für Wenige“ um 16 Uhr * Votivpark – Bildungsministerium
16:00 bis 18:00 Demo im Rahmen der Aktionstage Bildung und Abschlusskundgebung mit Forderungsübergabe vor dem Bildungsministerium (Wasagasse 2)
Wir fordern von Bund und Land:
1. Genug Ressourcen bzw. Pädagog*innen für alle Kinder von 1 – 18 Jahren – Die klaffende Versorgungslücke in Kindergarten, Schule und Freizeitpädagogik schließen!
Die Finanzierung sonderpädagogischer Unterstützung muss sich am tatsächlichen Bedarf orientieren. Kinder brauchen jetzt ausreichend qualifizierte Pädagog*innen. Bund und Land müssen dafür Verantwortung übernehmen. Zuständigkeitsdebatten und Verantwortung zwischen Bund und Land hin und herzuschieben schafft keine einzige zusätzliche Unterrichtsstunde.
> In Wiens Kindergärten sind über 50% der Stellen für Pädagog*innen mit sonderpädagogischer Ausbildung unbesetzt!
> Für Schulen den 2,7% SPF-Deckel aufheben.
> Freizeitpädagogik absichern!
An der Bildung darf nicht gespart werden! Echte Inklusion gibt es nicht zum Spartarif! Das Geld ist da, es liegt bei den Reichen, den Banken und Konzernen! Was fehlt, ist der politische Wille!
Inklusion jetzt!
2. Multiprofessionelle Teams an jede Schule!
Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen, Therapeut*innen, Logopäd*innen, Fachkräfte für Unterstützte Kommunikation und Pflegefachkräfte sollen gemeinsam unterstützen. Multiprofessionelle Angebote müssen auch in der Schule und im Kindergarten zugänglich sein. Unterstützte Kommunikation muss selbstverständlich im gesamten Schulalltag ermöglicht werden – sich mitteilen zu können ist ein Menschenrecht.
3. Schulassistenz flächendeckend und bedarfsgerecht sichern!
Wir fordern einen verlässlichen Rechtsanspruch auf die individuell notwendige Assistenz. Schulbesuch und Teilhabe dürfen weder von knappen Kontingenten noch vom Durchhaltevermögen der Eltern abhängen. Assistenz und pädagogische Förderung müssen einander ergänzen; beides braucht ausreichend Ressourcen.
4. Eine Schule für alle – gemeinsame Bildung endlich verwirklichen!
Ein inklusives und diskriminierungsfreies Bildungssystem vom Kindergarten an, in dem Kinder miteinander lernen und die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Herkunft, Einkommen und Behinderung dürfen nicht über Bildungswege entscheiden. Dazu gehört auch das Recht auf ein 11. und 12. Schuljahr an einer wohnortnahen Regelschule.
Echte Bildungspolitik statt Segregation, Rassismus und neoliberaler Sparzwang!
5. Die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen – mit verbindlichen Schritten und echter Mitsprache!
Österreich ist seit 2008 gesetzlich verpflichtet, ein inklusives Schul- und Bildungssystem auf allen Ebenen aufzubauen. Was bisher geschah? Segregation, Rassismus und ein Sparpaket nach dem anderen. Wir erinnern die Bundesregierung an ihre Aufgabe und fordern den schrittweisen Aufbau eines tatsächlich inklusiven Schul- und Bildungssystems! Hochwertige Bildung für alle – statt Chancen für wenige! Wir brauchen klare Zuständigkeiten, Zeitpläne, gesicherte Mittel und öffentlich überprüfbare Fortschritte. Menschen mit Behinderungen und ihre Organisationen müssen Entscheidungen tatsächlich mitgestalten können. Erkämpfte Unterstützung in Bildung, Alltag und beim Übergang in die Arbeitswelt muss gesichert und ausgebaut werden.
Unsere Kinder haben nur eine Schulzeit. Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben – jetzt und in jeder Lebensphase. Beides lässt sich nicht auf die nächste Arbeitsgruppe, den nächsten Finanzausgleich oder die nächste Legislaturperiode verschieben.
Wir sind Teil dieser Gesellschaft. Wir sind hier. Jetzt! Und wir werden wieder gemeinsam laut.
Kommt mit auf die Straße – für Bildung für alle, statt Chancen für wenige!
Quelle: KOMintern

