Übernommen von Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek:
Neuen Angaben des Arbeitsamtes zufolge waren zum 30. September dieses Jahres 20.269 Männer und Frauen, die hierzulande wohnen und »dem Arbeitsmarkt zur Verfügung standen« als arbeitslos gemeldet. Das waren 133 mehr als im August, 326 mehr als im Juli und 1.349 als im September 2025.
Noch stärker als die Zahl der Arbeitslosen, die in Luxemburg wohnen und jederzeit zur Verfügung stehen, nahm die Anzahl der Arbeitslosen zu, die hier arbeiteten, aber im nahen Ausland wohnen. Im September 2025 waren es 3.573, im August 2026 4.262 und einen Monat später noch einmal 121 mehr.
Weiter gestiegen ist auch die Zahl der Arbeitsuchenden, die ohne Erfolg auf Arbeitsuche waren und in zeitlich begrenzten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen eingeschrieben sind: im August 2026 waren es 4.222, im September bereits 4.418.
10.582 Arbeitslose bekamen das volle Arbeitslosengeld, davon 9.583 mit Wohnsitz in Luxemburg, 999 Grenzgänger bekamen eine Entschädigung wegen eingeschränkter Arbeitsfähigkeit (reclassement professionnel externe).
Hinzu kamen 3.518 Männer und Frauen mit Wartegeld oder einer beruflichen Übergangsvergütung, davon 1.903 Grenzgänger.
Keine Angaben werden gemacht zu den vielen Arbeitslosen, die mehr als drei Tage krank sind und zu den arbeitslosen Frauen, die im Mutterschaftsurlaub sind, aber zusammengenommen mit allen anderen Arbeitslosen und Arbeitsuchenden wird die Zahl von 30.000 deutlich überschritten.
Das alles ist Ausdruck eines Ausbeutungssystems, das gar nicht darauf ausgelegt ist, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen und Vollbeschäftigung zu schaffen, sondern die Arbeitskraft so zu verwalten, wie sie möglichst hohe Profite abwirft.
Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

