Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
(ver.di) ruft die Beschäftigten der Deutsche Bank Direkt GmbH auf, ab
dem morgigen Samstag (30. Januar 2021) um 6 Uhr früh in den Streik zu treten, bis die Arbeitgeberseite ein abschlussfähiges Tarifangebot unterbreitet.

Die Unternehmensleitung verweigere seit mehr als einem halben Jahr ein faires Angebot, so Christoph Schmitz, im
ver.di-Bundesvorstand zuständig für die Finanzbranche: „Die Callcenter-Beschäftigten sind die Visitenkarte der Deutschen Bank. Für
sie ist angeblich kein Geld da. Für die Investmentbanker sollen dagegen
1,8 Milliarden Euro ausgeschüttet werden. Das ist unfair und unsozial.
Deswegen ist der Streik mehr als berechtigt!“

In den vergangenen Wochen waren die Callcenter mit mehreren Warnstreiks kurzfristig lahmgelegt worden, um die Unternehmensleitung doch noch auf diesem Wege zu konstruktiven Verhandlungen zu bewegen. „Wer seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so wenig wertschätzt, wie die Unternehmensleitung von DB
Direkt, muss sich nicht wundern, wenn diese sehr engagiert in den
Arbeitskampf ziehen“, so Schmitz.

ver.di fordert für die Beschäftigten rückwirkend ab dem 1. April 2020 sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro, sowie die Einführung eines 13.
Gehaltes. Das nach vier ergebnislosen Verhandlungen vorgelegte Angebot
der DB direkt beinhaltet 1,5 Prozent Gehaltserhöhung ab dem 1. November
2020 und weiteren 1,5 Prozent ab 1. Januar 2022 sowie eine Einmalzahlung
in Höhe von 200 Euro. Ein 13. Gehalt soll aus Arbeitgebersicht stufenweise eingeführt werden (bis 2025 jeweils 100 Euro jährlich). Ein weiterer Aufbau danach soll durch Beiträge der Beschäftigten kompensiert
werden.

Quelle: ver.di – DB Direkt GmbH: Callcenter der Deutschen Bank werden ab Samstag unbefristet bestreikt