„Manchen Teilbranchen des Handels brachte und bringt die Corona-Pandemie offensichtlich das ‚große Geschäft‘. Die Umsätze klettern seit Monaten ungebremst in die Höhe, die Gewinne sprudeln wie zu besten Zeiten. Die Beschäftigten erwarten in diesem Jahr deshalb eine schnelle und auch für sie ergiebige Tarifrunde“, erklärt Bernhard Schiederig, Landesfachbereichsleiter Handel der ver.di Hessen und Verhandlungsführer für den hessischen Groß- und Außenhandel/Verlage sowie den genossenschaftlichen Großhandel: „Darüber hinaus steht die Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit des Gehalts- und Lohntarifvertrages sehr hoch im Kurs. Denn würden die Branchentarifverträge in allen Unternehmen gleichermaßen gelten, wäre dem Verdrängungswettbewerb die Basis entzogen, ihn zu Lasten der Einkommen der Beschäftigten zu führen.“

Die Tarifkommission für den Groß- und Außenhandel/Verlage und den genossenschaftlichen Großhandel in Hessen, in der Betriebsräte namhafter Unternehmen der Branche mitwirken, hat auf ihrer Sitzung am 22. März 2021 folgende Forderungen beschlossen:

  • Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat;
  • Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge für die gesamte Branche;
  • Begrenzung der Laufzeit auf 12 Monate.

Quelle: ver.di Hessen – Tarifrunde Handel 2021: Forderung beschlossen