Wirtschaft & Gewerkschaft 

Streikende protestieren vor Deutsche-Bank-Filialen

Beschäftigte der Deutsche Bank Direkt GmbH (DB Direkt), die seit Ende Januar unbefristet für ein verbessertes Arbeitgeberangebot streiken, werden ab Montag, 12. April 2021 in Berlin und im Rhein-Ruhrgebiet vor ausgewählten Filialen der Deutschen Bank ihren Protest artikulieren. Deutsche-Bank-Kunden werden mit dieser ungewöhnlichen Maßnahme über den Tarifkonflikt beim Call-Center-Betreiber informiert.

„Boni-Steigerungen für Investmentbanker und 684 Einkommensmillionäre im Deutsche-Bank-Konzern, aber für die schlecht bezahlten Beschäftigten der DB Direkt ist kein Geld für einen fairen Tarifabschluss da – das geht gar nicht“, betont ver.di-Verhandlungsführer Roman Eberle. Man werde jetzt die Kunden auf dieses Missverhältnis aufmerksam machen. Auch sie hätten ein Interesse an ordentlichen Arbeitsbedingungen der Beschäftigten bei DB Direkt, so der Gewerkschafter.

ver.di fordert für die Beschäftigten rückwirkend ab dem 1. April 2020 unter anderem sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro, sowie die Einführung eines 13. Gehaltes. Das nach vier ergebnislosen Verhandlungen vorgelegte Angebot der DB Direkt beinhaltet 1,5 Prozent Gehaltserhöhung ab dem 1. November 2020 und weitere 1,5 Prozent ab 1. Januar 2022 sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro. Ein 13. Gehalt soll aus Arbeitgebersicht stufenweise eingeführt werden (bis 2025 jeweils 100 Euro jährlich). Ein weiterer Aufbau danach soll durch Beiträge der Beschäftigten kompensiert werden.

Die Filial-Aktion findet am Montag, 12. April 2021, in der Zeit von 11.00 bis 12.30 Uhr statt. Den Auftakt bilden die Deutsche-Bank-Filialen in Berlin (Hermannstr. 256-258/Hermannplatz) sowie in Düsseldorf (Königsallee 45-47). Wegen der Pandemiesituation werden die Filialen in Kleingruppen von zwei bis höchstens vier Personen aufgesucht.

Quelle: ver.di – DB Direkt: Streikende informieren und protestieren vor Deutsche-Bank-Filialen

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