Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock fordert wiederholt höhere Benzinpreise für mehr Klimaschutz. Das würde vor allem die Pendler auch in Sachsen-Anhalt finanziell benachteiligen. Laut Bundesagentur für Arbeit haben im Juni 2020 über 141.000 Leute ihren Wohnort in Sachsen-Anhalt verlassen, um in anderen Bundesländern zu arbeiten.

Dazu Martin Kröber, Geschäftsstellenleiter Magdeburg der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG):

Die aktuellen Grünen-Forderungen bedeuten, dass sich Autofahrer auf deutlich höhere Spritpreise einstellen müssen. Unterm Strich heißt es, Pendler müssen die Zeche an der Zapfsäule zahlen für die Klimapolitik der Grünen ohne ein Angebot an Mobilitätsalternativen. Wer A sagt muss auch B sagen: Wenn Tanken noch teurer wird – braucht es Alternativen zum Auto. Dann muss man Regionalverkehre ausbauen und den ÖPNV vergünstigen! Nachhaltiger Klimaschutz im Verkehr braucht neue Mobilität statt nur höhere CO2-Presie. Konsequent wäre es beispielsweise, die steuerlichen Mehreinahmen in den ÖPNV zu stecken.

Wir die EVG Sachsen-Anhalt, fordern die künftige Landesregierung auf, mehr in den Ausbau des ÖPNV zu investieren. Darüber hinaus müssen Regionalisierungsmittel des Bundes zweckentsprechend und zweckgebunden für den Schienenverkehr eingesetzt werden.

Quelle: EVG – Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft – EVG Sachsen-Anhalt Martin Kröber: Verkehrswende muss bezahlbar sein: Wenn Spritpreise steigen – muss ÖPNV besser und billiger werden