Immer wieder gibt es Diskussionen, ob der vor 10 Jahren ermordete Oberkommandierende der FARC-EP, Alfonso Cano, durch die Armee auf Befehl des Präsidenten hingerichtet wurde. Diese Thesen erhalten nun eine erneute Befeuerung durch einige ehemalige Angehörige der FARC-EP, wie Victoria Sandino. Schon 2014 während der Friedensverhandlungen in Havanna sagte Rodrigo Londoño alias Timochenko, dass Alfonso Cano in keinem wehrhaften Zustand gewesen sei und dass sich Präsident Santos dafür verantworten müsse. Auch heute noch ist diese Diskussion aktuell.

So heißt es in einem Kommuniqué der FARC-EP, Zweites Marquetalia: „Am 4. November 2011, vor 10 Jahren, wurde der Kommandant der FARC, Alfonso Cano, auf direktem Befehl von Präsident Santos ermordet. `Ich gab den Befehl ihn zu eliminieren, weil wir im Krieg waren und weiter im Krieg sind´, bekannte er bei einem Wahlkampfakt am 13. Juni 2014 in Bogotá. Alfonso war verletzt und nach einem Bombardement der Luftwaffe in den Bergen von Cauca gefangengenommen. Es war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Es war kein Tod im Gefecht.“

Alfonso Cano lebt! Der Kampf geht weiter!

Quelle: Widerstand in Kolumbien – 10. Jahrestag der Ermordung von Alfonso Cano